HTTP-Streaming: Apple gewinnt Patentstreit gegen Emblaze

| 15:17 Uhr | 2 Kommentare

Ein US-Bundesgericht hat im Fall der vermeintlichen Patentverletzung für Streaming-Dienste zugunsten von Apple entschieden und den Konzern von der Anklage freigesprochen. Somit verletzt Apple kein Patent des israelischen Streaming-Anbieters Emblaze, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Samstag meldete.

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Verantwortlich für die Entscheidung war das U.S. District Court for the Northern District of California am Firmensitz Apples. Streitpunkt war Emblazes Patent 6.389.473, das eine Technik für Live Videostreaming schützt. Zu einem ersten Rechtsstreit zwischen den beiden Firmen kam es bereits im Jahr 2010.

Die umstrittene Technologie von Emblaze war schon zehn Jahre vor Apples HTTP Live Streaming-Dienstes (kurz „HLS“ genannt) patentiert worden, weshalb Emblaze die Rechte für sich beanspruchte und von Apple eine Entschädigung forderte.

Apples Streaming kommt bei der Übertragung von Sendungen via ABC News, MLB at Bat, WatchESPN und vier weiterer Apps zum Einsatz.

Laut Bloomberg verspottete der Anwalt Apples vor Gericht den Urheber der Klage mit einem Verweis auf den Umstand, dass Emblaze wahrscheinlich nur deshalb gegen Apples Technologie vorgehe, weil Apple damit echtes Geld verdient, während Emblazes wirtschaftlicher Erfolg gewissermaßen auf der Strecke blieb.

In der Tat ist der israelische Anbieter nun so weit, dass er seine Patente an andere Anbieter verkaufen möchte, weil er selbst mit ihnen wenig anfangen kann. Interessenten hätten sich dafür allerdings noch keine gefunden. Als nächstes möchte Emblaze gegen Microsoft vorgehen, dem eine ähnliche Patentverletzung in Windows 7 vorgeworfen wird. (via)

2 Kommentare

  • Nick

    Dennoch. Selbst wenn die mit den Gerichtsverfahren versuchen Geld zu verdienen, ist es immer noch deren Geistiges Eigentum, welches unrechtmässig benutzt wurde. Sie haben jedes Recht zu klagen. Aber gut, in den USA ist es sowieso kaum möglich, einen Rechtsstreit gegen eine US-Unternehmen zu gewinnen, wenn man selbst vom Ausland kommt und die beklagte Firma eine große ist. Da kann man leider nur verlieren. Aber gut, das ist typisch USA

    13. Jul 2014 | 16:46 Uhr | Kommentieren
    • Oli

      Hier geht es aber darum, dass eine Firma versucht Kohle zu machen und behauptet „der“ hat geklaut, obwohl das nicht stimmt! Jetzt versuchen die’s bei Microsoft. Das sagt doch alles.

      13. Jul 2014 | 18:05 Uhr | Kommentieren

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