Ein MacBook Pro für Profis: Fotograf Austin Mann testet das MacBook Pro 2018

| 12:44 Uhr | 0 Kommentare

Austin Mann ist für seine praxisnahen Tests von neuer Apple-Hardware bekannt. Oft verschlägt es den Fotografen in ferne Länder, wo er die Geräte auf Herz und Nieren prüft. Dieses Mal ist das 2018er MacBook Pro an der Reihe, welches Mann in den Wäldern von Aspen, einer Kleinstadt im US-amerikanischen Bundesstaat Colorado, einem Praxis-Test unterzieht.

Das MacBook Pro 2018

Austin Mann entschied sich für das volle Paket, was alleine das Herz des Fotografen springen lässt, wenn er sich nur die System-Informationen unter macOS anschaut: Hier begrüßt ihn ein MacBook Pro mit einem 2,9 GHz i9, 32 GB DDR4 RAM und einer 4 TB internen SSD.

Doch die Freude soll an dieser Stelle noch nicht den Höhepunkt erreicht haben. Als Mann ein 4K Mavic Pro Video mit Quicktime in 1080p H.265 konvertiert und die Bearbeitungszeit mit seinen anderen zwei MacBooks vergleicht, war er begeistert:

  • 2,3 GHz i7 MacBook Pro (15 Zoll, 2013, 16 GB RAM, 1 TB SSD) = 1980 Sekunden (33 Minuten)
  • 2,9 GHz i7 MacBook Pro (15 Zoll, 2016, 16 GB RAM, 1 TB SSD) = 99 Sekunden
  • 2,9 GHz i9 MacBook Pro (15 Zoll, 2018, 32 GB RAM, 4 TB SSD) = 24 Sekunden

Das neue MacBook Pro übertrifft das Modell aus dem Jahr 2016 um mehr als das Vierfache und das Top-Tier 2013er um fast das 85fache? Mann wollte den Werten zunächst nicht glauben, doch stellte nach einem weiteren Test fest, dass die Ergebnisse tatsächlich richtig waren. Wie der Fotograf erklärt, sorgt der T2-Chip für einen großen Geschwindigkeitsschub, wenn es um die Umwandlung in H.265 Material geht. Andere Konvertierungen müssen nicht zwangsläufig so große Unterschiede hervorbringen. Der vom iMac Pro bekannte T2 kontrolliert unter anderem auch die Lautsprecher, SSD, SMC, interne Mikrofone und die Kühlsysteme.

Tastatur und Touch Bar

Die Tastatur erhält bei dem Praxis-Test eine sehr gute Note. Sie ist leise und bietet ein solides taktiles Feedback. Auch die Größe und die Abstände der Tasten fühlt sich richtig an.

Von der Touch Bar ist der Tester noch nicht überzeugt. Das liegt aber weniger an dem neuen MacBook Pro, sondern daran, dass Mann sich noch nicht an das Bedienelement gewöhnt hat. So bevorzugt er weiterhin die „echten“ Funktionstasten, da er sie erfühlen kann.

Speicher und USB-C

Als Content-Creator kann man nie zu viel Speicher haben, deswegen sollen 4 TB etwas Luft verschaffen. Das soll besonders den Workflow verbessern, da so nicht immer ein externes Laufwerk notwendig ist. Auf zusätzliche Festplatten kann man bei der Auslagerung von Daten trotzdem nicht verzichten. Hier bieten sich „superschnelle USB-C Glyph-Laufwerke“ an, die dank des USB-C Ports ein schnelles Arbeiten ermöglichen. Bei der Gelegenheit kann auch gleich die Hasselblad X1D, die mit auf die Reise gekommen ist, über USB-C geladen werden, was durchaus praktisch ist.

Ein helles und lebhaftes Display

Nachdem Mann die True Tone Funktion deaktiviert hatte, war er mit dem Display sehr zufrieden. Vorher hatte er bei der Arbeit im Freien sporadisch mit einer verwaschenen Darstellung zu kämpfen. Ansonsten war er von dem Display überzeugt. Selbst unter den hellsten Bedingungen war das Bild noch hell mit starken Farben. Lediglich mit der automatischen Helligkeitsanpassung war er nicht 100 % zufrieden.

Fazit

Das neue MacBook Pro ist alles, was sich der mobile Kreativ-Profi erhoffen kann. Es gibt praktisch nichts in einem alltäglichen kreativen Workflow, was man damit nicht machen kann. Das kann sonst nur der iMac Pro bieten, der passt aber nicht in den Rucksack. Die Leistung hat jedoch seinen Preis. Bei einem Verkaufspreis in Höhe von 6700 US-Dollar ist diese Maschine nur für den ernsten kreativen Fachmann sinnvoll, wie Mann erklärt.

Kategorie: Mac

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