Android-Geräte schicken 10x mehr Daten an Google als das iPhone an Apple

| 20:01 Uhr | 0 Kommentare

Android teilt Google gerne mit, was der Smartphone-Nutzer gerade treibt – das ist kein Geheimnis. Dass das mobile Betriebssystem sogar dann, wenn das Gerät nicht benutzt wird, mehr als 300 Mal am Tag seinem Schöpfer Standortdaten zusendet, ist jedoch erstaunlich. Dies ergab zumindest eine Studie von Douglas C. Schmidt. Google weist die Vorwürfe jedoch zurück.

Dauerhafte Standortermittlung

Douglas C. Schmidt, Professor für Informatik an der Vanderbilt University, kommt in einer Studie mit dem Titel „Google Data Collection“ zu einigen interessanten Schlussfolgerungen, die zeigen, wie viel Google über seine Android-Nutzer sammelt. Erstaunlich ist hierbei die Sammelwut, die selbst dann anhält, wenn der Nutzer nicht mit seinem Smartphone oder Tablet interagiert.

Unter anderem fand Schmidt heraus, dass ein ungenutztes Android-Smartphone mit im Hintergrund aktivem Chrome-Webbrowser innerhalb von 24 Stunden 340 Mal Standortinformationen an Google übermittelt. Wird das Smartphone benutzt, steigt die übermittelte Informationsdichte weiter an. Darüber hinaus fand er heraus, dass ein ungenutztes Android-Gerät insgesamt fast zehnmal häufiger mit Google kommuniziert, als ein Apple-Gerät mit Apple-Servern. Neben der Häufigkeit der Datenübertragung hat Schmidt auch einige Möglichkeiten aufgezeigt, wie Google anonym gesammelte Daten mit den persönlichen Daten seiner Nutzer verknüpfen kann.

Google weist Kritik zurück und wird verklagt

Ein Google-Sprecher kritisierte die Studie gegenüber CNN und bemängelte, dass keine konkreten Details geliefert werden, womit die Studie irreführend sei.

Die Ergebnisse der Studie kommen für Google zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Googles Standortüberwachung gerät derzeit immer mehr in den Fokus der Kritiker, was das Unternehmen dazu bewegte, die Angaben zur Sammlung von Ortungsdaten zu präzisieren. So erhalten Nutzer mittlerweile bei den entsprechenden Google-Diensten die Information, dass auch Daten gesammelt werden, wenn die Funktion „Standortverlauf“ deaktiviert ist. Eine Sammelklage hatte auf diese Praxis nicht lange auf sich warten lassen. Darin wird dem Unternehmen Irreführung und die Verletzung der Privatsphäre vorgeworfen.

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