Facebook-Hack: 30 Millionen Konten betroffen – Hacker sahen Suchanfragen und Standortdaten

| 9:42 Uhr | 0 Kommentare

Vor zwei Wochen gab Facebook bekannt, dass man eine Sicherheitslücke entdeckt hatte, über die Hacker Nutzer-Daten stehlen konnten. Nun hat das Unternehmen einige weitere Daten zu dem Fall veröffentlicht. So gibt Facebook unter anderem bekannt, dass ca. 30 Millionen Profile betroffen sind, statt wie zunächst geschätzt 50 Millionen.

Zugriff auf persönliche Daten

Was Facebook nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica gar nicht gebrauchen konnte, war ein weiterer Skandal. Dieser zeigte sich jedoch vor zwei Wochen in Form des bisher größten Angriffs auf das Online-Netzwerk. So gab Facebook bekannt, dass Hacker eine Sicherheitslücke ausnutzten, um auf Nutzer-Konten zuzugreifen. Bezüglich der Anzahl der betroffenen Konten und der entwendeten Daten hatte Facebook zum damaligen Zeitpunkt noch keine Informationen veröffentlicht. Lediglich von bis zu 50 Millionen Facebook-Profilen war damals die Rede. Nun hat Facebook genauere Informationen für uns.

Wie Facebook erklärt, verwendeten Hacker eine Reihe von Konten, die sie kontrollierten und die mit Facebook-Freunden verbunden waren. Eine automatisierte Technik nutzte die Sicherheitslücke aus und wechselte von Konto zu Konto. Mit dieser Methode, konnten die (für den Zugriff benötigten) Zugangs-Token gesammelt werden.

Insgesamt sollen 30 Millionen Konten betroffen gewesen sein, womit sich Facebook zumindest schon mal von den vorher geschätzten „50 Millionen“ entfernt. Dabei wurden bei 15 Millionen Nutzern auf Kontaktdaten, wie die Telefonnummer und E-Mail-Adresse zugegriffen. Bei weiteren 14 Millionen Nutzern konnte zusätzlich auf detaillierte Informationen, wie die zehn letzten Orte, an denen sie sich über Facebook angemeldet hatten oder die letzten 15 Suchanfragen, zugegriffen werden. Weitere 1 Million Menschen wurden zwar ihre Zugangs-Token gestohlen, aber keine Informationen eingeholt.

Facebook bekräftigt, dass von dem Hacker-Angriff keine Zahlungsinformationen und keine Daten des Chatdiensts Messenger betroffen sind. Weiterhin gibt es keine Hinweise, dass die gestohlenen Token für die Anmeldung bei anderen Diensten genutzt wurden, die einen Facebook-Login anbieten.

Facebook will die Betroffenen informieren

Laut Facebook können Nutzer über die Facebook-Hilfe herausfinden, ob sie betroffen sind oder nicht. In den „kommenden Tagen“ plant Facebook, den 30 Millionen Betroffenen maßgeschneiderte Nachrichten zu schicken, um zu erklären, welche Informationen Hacker erhalten haben könnten.

Kategorie: Allgemein

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