Interview: Tim Cook spricht über sein Privatleben und die Notwendigkeit einer Datenschutz-Regulierung

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Im Anschluss seiner Eröffnungsrede der jährlichen Datenschutz-Konferenz in Brüssel, setzte sich Tim Cook mit Christiane Amanpour von CNN zusammen, um über die Lage des Datenschutzes und der Privatsphäre zu sprechen. Dabei gab Cook einen seltenen Einblick in sein Privatleben.

Cooks Coming out

Zuerst ging Cook auf seine Entscheidung aus dem Jahr 2014 ein, öffentlich bekanntzugeben, dass er schwul ist. Wie er im Interview bekräftigte, ist seine Sexualität für ihn „das größte Geschenk Gottes“. Cook nahm sich auch die Zeit, zu erklären, wie es zu der Verkündung kam. So fasste er den Entschluss, zu zeigen, dass Homosexualität kein Hindernis ist. Oft werden Jugendliche, aufgrund ihrer Homosexualität schikaniert oder von ihrer Familie verstoßen. Diesen Menschen wollte Cook Mut geben und zeigen, dass man homosexuell sein kann und dabei „ein paar große Jobs im Leben ausüben kann.“

Amanpour fragte Cook auch nach seinen Gedanken über den angekündigten Angriff der Trump-Administration auf die Transgender-Rechte. Nach der neuen Auffassung würden trans Menschen, genauso wie intergeschlechtliche Menschen, rechtlich nicht mehr existieren. Hier hat Cook eine klare Meinung:

„Meine feste Überzeugung ist, dass jeder mit Würde und Respekt behandelt werden sollte. So betrachte ich jeden, unabhängig von seiner sexuellen Orientierung, unabhängig von seiner Religion, seinem Geschlecht, seiner ethnischen Geschichte, seiner Geschlechtsidentität. So sehe ich die Dinge.“

Datenschutz

Das Interview verlagerte sich dann zu Cooks Kommentaren zum Datenschutz. Auf die Frage bezüglich einer Regulierung des Datenschutzes, sagte der Apple CEO, dass er „normalerweise keine große Pro-Regulierung Person“ sei. Er fügte jedoch hinzu, dass es einen Zeitpunkt gibt, an dem es notwendig ist, zuzugeben, dass ein Ansatz des freien Marktes für etwas nicht funktioniert und es Zeit ist „eine Maßnahme zu ergreifen“. Damit spielt Cook auf die Tatsache an, dass der Handel von digitalen Daten zwischen großen Akteuren der Technologiebranche gefährlich ist und zunehmend datenschutzfeindlicher wird:

„In diesem Fall ist es klar, dass die Menge der Dinge, die über dich gesammelt werden können, ohne dein Wissen, vielleicht sogar mit deiner Zustimmung, […] einfach nicht angemessen ist. Diese Daten können für so schändliche Dinge verwendet werden, wir haben in den letzten Jahren Beispiele dafür gesehen und wir denken, dass es jetzt an der Zeit ist, diese Sache zu übernehmen und unter Kontrolle zu bringen, denn wenn wir es nicht tun, wird das Problem so groß, dass es vielleicht nicht mehr zu lösen ist.“

Kategorie: Apple

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