Bundeskartellamt bremst Facebook beim Datensammeln

| 12:15 Uhr | 0 Kommentare

Nachdem Facebook gerade erst angekündigt hatte, dass seine Dienste in Zukunft enger zusammenarbeiten werden, pfeift das Bundeskartellamt den Social-Media-Riesen wieder zurück. Genau genommen bemängelt das Kartellamt die bereits angewandte Praxis bei der Datensammlung. Demnach missbraucht Facebook seine marktbeherrschende Position bei der Erhebung von Nutzerdaten über andere Dienste und Webseiten.

Bundeskartellamt untersagt Zusammenführung von Nutzerdaten

Wie das Bundeskartellamt festhält, nimmt Facebooks Sammelwut überhand. Dies zeigt sich im Speziellen in den Methoden, mit denen das Unternehmen außerhalb des eigenen Netzwerks Daten sammelt. Die Behörde betrachtet dabei auch konzerneigene Dienste wie Instagram und WhatsApp als Drittquellen.

Facebook wird zwar nicht verboten über diese Dienste weiter Daten zu sammeln, die gemeinsame Verarbeitung und die Verknüpfung dieser Profile wird jedoch untersagt. Zumindest dann, wenn der Nutzer nicht seine Einwilligung hierzu gegeben hat. Ein zentraler Kritikpunkt ist hierbei, dass der  Anwender der Datenerhebung „als Gesamtpaket“ zustimmen muss. Ziel der Auflage ist es, dass „der Verbraucher in Zukunft verhindern kann, dass Facebook seine Daten ohne Beschränkung sammelt und verwertet.“

Das Bundeskartellamt untersucht derzeit nur die Datenerhebung, die extern über den „Gefällt-mir“-Button oder Facebook Analytics erfolgt. Facebook bekam zwölf Monate Zeit, um sein Verhalten zu ändern und muss innerhalb von vier Monaten Lösungsvorschläge präsentieren. Das Unternehmen kündigte bereits an, sich gegen die Entscheidung zu wehren. So kontert der Social-Media-Riese, dass man, entgegen der Behauptung des Kartellamtes, keine marktbeherrschende Stellung einnimmt. Weiterhin verstoße man nicht gegen die EU-Datenschutzgrundverordnung.

Ein gemeinsames System

Das Ergebnis dieser Auseinandersetzung wird durchaus interessant werden. Insbesondere da Facebook einen Plan verfolgt, bei dem es ganz danach aussieht, dass die hauseigenen Dienste in ferner Zukunft zusammengefasst werden.

Ein Anfang soll die einheitliche Infrastruktur für WhatsApp, Instagram und den Facebook-Messenger darstellen. Dabei wirft das Vorhaben bei Kritikern Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes auf. Im Gegensatz zu Facebook können Benutzer bei Instagram und WhatsApp Anonymität genießen. Dies stellt eine Herausforderung für die Verknüpfung der Dienste dar. Es ist nicht bekannt, wie die Integration erreicht werden könnte, ohne die Anonymität von WhatsApp und Instagram zu beeinträchtigen.

Kategorie: Allgemein

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