Greg Joswiak und Craig Federighi sprechen über den neuen Mac Pro, Project Catalyst, iOS 13 und vieles mehr

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Für The Talk Show Live (via 9to5Mac) wurde John Gruber von den Apple Führungskräften Craig Federighi und Greg Joswiak begleitet. Das Trio sprach gestern über die WWDC-Ankündigungen von Apple, darunter den Mac Pro, iOS 13 und iPadOS.

Mac Pro + Pro Display XDR

Beim neuen Mac Pro wollte Gruber erst einmal wissen, wie es zu dem stattlichen Verkaufspreis (ab 5.999 US-Dollar) kommt. Software-Chef Federighi konnte natürlich keine Interna ausplaudern, doch versicherte, dass man einen entsprechenden Gegenwert erhalten wird. Wie Joswiak einstimmte, ist das Gesamtpaket perfekt auf den professionellen User abgestimmt.

„Wir wussten, dass wir etwas Besonderes schaffen mussten. […] Wir wollten etwas ganz Besonderes und haben es für unsere Pro-Kunden entworfen, einschließlich des Displays.“

Apples Marketing-Leiter gab auch einige Details zum Nanotextur-Design des neuen Pro Display XDR bekannt, so wurde der Prozess von Apple entwickelt und erfährt somit mit dem neuen Display seine Premiere. Hierbei wird das Display-Glas im Nanometerbereich geätzt, um ein geringes Reflexionsvermögen und weniger Blendung zu erreichen.

Project Catalyst

Nachdem die neue Hardware abgehakt war, tauchte Craig Federighi in Apples neuen Project Catalyst ein. Das System ermöglicht es Entwicklern, ihre iPad Apps einfach auf den Mac zu portieren. Dabei ist Federighi besonders von der Möglichkeit begeistert, einfach eine Option in Xcode zu aktivieren und dann eine Mac App aus der iPad App zu erhalten. Natürlich können Entwickler das Ergebnis feinabstimmen, wie er weiterführend erklärte.

„Es ist ein vollständig natives Framework und wir verfügen über ein geeignetes Set an Steuerelementen, so dass du ein wirklich unverwechselbares Erlebnis schaffen kannst. Wenn du nur die Mac-Taste drückst, erhältst du einen gewissen Grad an Mac-ification.“

iOS 13

Federighi sagte zu iOS 13, dass eines der wichtigsten Ziele der neuen Fotos App darin besteht, den Nutzern zu helfen, ihre wichtigsten Lebensereignisse in einem wachsenden Meer von Fotos besser zu erfassen.

Apples Software-Chef erklärte in dem Zusammenhang, dass Apple sich weiterhin auf seine Strategie des maschinellen Lernens auf Geräte konzentriert, etwas, das die „anderen Jungs“ endlich zu verstehen beginnen. Er betonte jedoch, dass maschinelles Lernen auf dem Gerät einfacher ist, wenn man eine einheitliche Hardwarebasis hat, was Unternehmen wie Google fehlt:

„Ich denke, sie sind benachteiligt, denn ein Teil dessen, was dies möglich macht, ist der Bau dieser großartigen Hardware und die Integration von Hard- und Software. Wenn man das zwischen einer zufälligen Flotte von Geräten durchzieht, ist es wirklich unmöglich.“

iPadOS

Wie Federighi bestätigte, handelt es sich bei der Entscheidung ein eigenständiges iPad Betriebssystem zu entwickeln nicht nur um eine Marketingmaßnahme. So erleichtern die getrennten Systeme vor allem die Arbeit der Ingenieurteams, die nun unabhängig vom iPhone arbeiten können.

Auf die Frage, warum es so lange gedauert habe, den USB-Laufwerks-Support zu bringen, antwortete Federighi, dass es wirklich auf die Sicherheit ankam

„Aus Sicht der Sicherheitsarchitektur wollten wir nicht, dass Dateisystemtreiber im Kernel mit externen Medien kommunizieren, die hätten manipuliert werden können. Damit alle unsere Dateisysteme vom Kernel isoliert werden konnten, war es ein echter Hardcore-Engineering-Aufwand.“

Apple Keynotes

Die WWDC-Keynote war prall gefüllt an Informationen, Software-Updates und sogar neuer Hardware. Auf die Frage, wie Apple das alles in einer Keynote untergebracht bekommt, erinnerte sich Joswiak, wie schwer es war alles unter einem Hut zu bekommen. Dabei krönt er scherzhaft Federighi zum schnellsten Redner, der im Alter jedoch etwas ruhiger geworden ist.

„Wir hätten weitaus mehr Zeit gebrauchen können. Als wir diese Keynote zum ersten Mal zusammensetzen, waren es drei Stunden. Wir versuchten, die Dinge auf 2:15 zu reduzieren. Wir mussten uns immer vor Augen halten, wie viele Folien erstellt werden müssen. Wir haben jeden Vortragenden berechnet, um zu sehen, wie viele Folien er pro Minute bewältigen kann. Der mit Abstand schnellste ist Craig. In seiner Blütezeit konnte Craig 9 Folien pro Minute abhandeln. Im Alter hat er sich nun auf 7 eingependelt.“

Kategorie: Apple

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