Bericht: FBI entsperrt iPhone 11 Pro mit GrayKey

| 14:45 Uhr | 4 Kommentare

Über die aktuelle Forderung des FBI, des US-Generalstaatsanwalt und des US-Präsidenten Donald Trump, dass Apple das iPhone eines Mörders im Rahmen eines aktuellen Ermittlungsverfahrens entsperren soll, haben wir euch bereits separat informiert. Es stellt sich allerdings die Frage, warum das FBI die Hilfe von Apple benötigt, wenn es kürzlich ein iPhone 11 Pro mit GrayKey entsperrt haben soll.

Bericht: FBI entsperrt iPhone 11 Pro mit GrayKey

Es gibt mehrere Anbieter, die damit werben, dass sie iPhones entsperren können. GrayKey ist eins dieser Tools. Forbes berichtet, dass das FBI kürzlich ein iPhone 11 Pro mit zu entsperren. Laut dem Bericht benutzten FBI-Ermittler in Ohio die GrayKey-Hardware-Box, um ein iPhone 11 Pro Max freizuschalten. Das fragliche Telefon gehörte Baris Ali Koch, der beschuldigt wird, seinem verurteilten Bruder bei der Flucht aus dem Land geholfen zu haben, indem dieser seinen Pass benutze.

Kochs Anwalt bestätigte gegenüber Forbes, dass das fragliche iPhone mit einem Passcode gesperrt war und dass Koch diesen Passcode nie herausgegeben hat. Auch wurde Face ID nicht verendet. Dies passt zu Forbes Behauptung, dass GrayKey verwendet wurde. GrayKey ist eine Hardware-Box der Forensikfirma Grayshift, die seit langem von Strafverfolgungsbehörden und Ermittlern verwendet wird, um Zugriff auf gesperrte iPhones zu erhalten.

Sollte das FBI tatsächlich ein iPhone 11 Pro auf diese Art und Weise „geknackt haben“, so stellt sich die Frage warum die Ermittler nicht auch das iPhone 5 und iPhone 7 des Pensacola-Mörders mit GrayKey entsperren.

GrayKey kostet Geld. Der Weg über Apple wäre theoretisch kostenfrei. Allerdings betont Apple, dass es in iOS keine Hintertür für ein solches Vorgehen gibt. Auch wird Apple nicht freiwillig eine entsprechende Hintertür einbauen, da diese nicht nur von den Guten, sondern auch von den Bösen ausgenutzt werden könnte. Oder ist es schlichtweg ein politisches Gerangel zwischen dem FBI und Co. auf der einen und Apple auf der anderen Seite?

Kategorie: iPhone

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4 Kommentare

  • Gargamel

    Das FBI konnte ein iPhone 11 mit Gray key knacken, weil ein einfacher numerischer Code verwendet wurde.
    Gray key hat einen Weg gefunden, das löschen nach 10 Fehlversuchen zu unterbinden. Es kann beliebig lange Brute force ausprobiert werden.
    Wenn Bayer jetzt das iPhone 11 mit zb. Einem alphanumerischen 8 stelligen Code gesichert gewesen wäre, dass wäre gray key auch am Ende.
    Kann sich jeder ausrechnen, dass so ein Code zu unseren Lebzeiten nicht zu knacken ist.

    Und sollten die genannten iPhone 5 und iPhone 7 mit einem langen alphanumerischen Code gesichert sein, bekommt das FBI auch mit gray key Probleme.

    Boss sehe ich hier nicht, wie apple helfen soll. Apple hat den Schlüssel des Users nicht. An den Geräteinhalt kommt auch apple nicht heran. Außer cloud Daten, welche nicht end-End verschlüsselt sind

    16. Jan 2020 | 17:38 Uhr | Kommentieren
  • Gast

    Na dann ist doch alles suoer , kann der Trumpi dich die Füsse stillhalten ,
    wenn seine Terroristen-iPhones mit ner Software zu kncken sind.
    Ich glaube das erst wenn sie meins öffnen .
    So lang glaube ich das man kein aktuelles iPhone so öffnen kann.

    16. Jan 2020 | 17:58 Uhr | Kommentieren
    • Gargamel

      Wie gesagt. Es ist, denke ich, wichtig, wie lang dein Code ist.
      In Zeiten von Face ID und Touch ID, wo der Code nur noch selten verlangt wird, sollte jeder einen längeren alphanumerischen Code benutzen.
      Und dann hilft kein gray key oder Check8m.
      Deshalb will das FBI ja eine Hintertür von Apple.
      Bloß apple hat hier vollkommen recht. Eine Hintertür nur für die „guten“ gibt es nicht. Also entweder Hintertür für alle. Womit apple sein Geschäft at acta legen könnte. Oder keine Hintertür.
      Es gibt in diesem Fall nur schwarz oder weiß.

      16. Jan 2020 | 18:30 Uhr | Kommentieren
      • Screamer

        ‚In Zeiten von Face ID und Touch ID, wo der Code nur noch selten verlangt wird, sollte jeder einen längeren alphanumerischen Code benutzen‘

        Ist sicherer aber wenn kein Risiko besteht das LKA/FBI an dein Smartphone wollen reicht auch ein kurzer Code, denn das muss schon Riesenglück sein wenn Dieb/Freundin/Freund es innerhalb von 10 versuchen errät.

        16. Jan 2020 | 21:36 Uhr | Kommentieren

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