Tim Cook spricht über George Floyds Tod sowie die darauf folgenden Proteste und Unruhen

| 15:23 Uhr | 0 Kommentare

Inmitten der Unruhen in zahlreichen US-Städten nach der Ermordung von George Floyd durch die Polizei in Minneapolis hat Apple-CEO Tim Cook ein internes Memo an seine Mitarbeiter verteilt, das den Schmerz vieler anspricht und andere dazu auffordert, sich „für die Schaffung einer besseren, gerechteren Welt“ einzusetzen.

Fotocredit: Apple

Apple schließt einige US-Geschäfte vorübergehend

In vielen US-Städten finden seit mehreren Tagen Protest-Veranstaltungen und Ausschreitungen statt. Auslöser ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis.

Als Reaktion auf die anhaltenden Unruhen in den USA wendet sich Cook in einem Schreiben an seine Mitarbeiter. Der CEO widmet sich der Furcht, die einige Mitarbeiter geäußert haben und bietet eine Unterstützung an. Er räumt ein, dass in den USA Rassenungerechtigkeit herrscht und stellt dabei fest, dass Apple „immer aus der Vielfalt Kraft geschöpft“ habe, um ein Unternehmen zu schaffen, das „alle einbezieht“.

Cook verspricht auch Spenden für verschiedene Gruppen, darunter die Equal Justice Initiative, eine gemeinnützige Organisation, die sich auf Fragen der Rassenungerechtigkeit und der Menschenrechte für „die schwächsten Menschen der amerikanischen Gesellschaft“ konzentriert. Zudem verdoppelt Apple alle Mitarbeiterspenden des Monats Juni im Verhältnis zwei zu eins.

Das heutige Memo traf wenige Stunden nach der Entscheidung von Apple ein, ausgewählte Einzelhandelsgeschäfte aufgrund von Plünderungen und Ausschreitungen zu schließen.

Den vollständigen Brief findet ihr im Original bei Bloomberg. Hier ein Auszug aus Cooks Memo:

„Gerade jetzt sitzt ein Schmerz tief in der Seele unserer Nation und in den Herzen von Millionen von Menschen. Um zusammenhalten zu können, müssen wir füreinander einstehen und die Angst, den Schmerz und die Empörung erkennen, die zu Recht durch die sinnlose Ermordung von George Floyd und eine viel längere Geschichte des Rassismus hervorgerufen wurden.

Die schmerzliche Vergangenheit ist auch heute noch präsent – nicht nur in Form von Gewalt, sondern in der alltäglichen Erfahrung tief verwurzelter Diskriminierung. […]

Unsere Mission bei Apple war es und wird es immer sein, Technologien zu entwickeln, die Menschen in die Lage versetzen, die Welt zum Besseren zu verändern. Wir haben schon immer Kraft aus unserer Vielfalt geschöpft, Menschen aus allen Gesellschaftsschichten in unseren Geschäften auf der ganzen Welt willkommen geheißen und uns bemüht alle Menschen einzubeziehen. […]

Alle unsere Kollegen, die im Moment leiden, sollen wissen, dass Sie nicht allein sind und dass wir die Mittel haben, euch zu unterstützen. Es ist wichtiger denn je, miteinander zu reden und Heilung in unserer gemeinsamen Menschlichkeit zu finden. Wir haben kostenlose Angebote, die helfen können, darunter unser Mitarbeiterhilfsprogramm und Ressourcen zur psychischen Gesundheit, über die ihr euch auf der „People“-Webseite informieren könnt.

Dies ist ein Moment, in dem sich viele Menschen vielleicht nichts sehnlicher wünschen als die Rückkehr zur Normalität oder zu einem Status quo, der nur dann bequem ist, wenn wir unseren Blick von Ungerechtigkeit abwenden. So schwer es auch zuzugeben sein mag, dieser Wunsch ist selbst ein Zeichen von Privilegien. Der Tod von George Floyd ist ein schockierender und tragischer Beweis dafür, dass wir uns weit höhere Ziele als eine „normale“ Zukunft setzen und eine Zukunft aufbauen müssen, die den höchsten Idealen von Gleichheit und Gerechtigkeit gerecht wird.“

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