Apple vs. Epic: App Store VP spricht über Store-Richtlinien, spezielle Funktionen und mehr

| 14:15 Uhr | 1 Kommentar

Während der Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games vor Gericht weitergeht, gab es nun die erste Aussage eines Apple-Mitarbeiters. So sagte App Store‌ Vice President Matt Fischer in dem Fall aus und schilderte seine Beteiligung am App Store, die Erstellung von Apples Richtlinien und mehr.

Apple verteidigt sein Konzept

Als Apple-Veteran mit 20 Jahren Erfahrung leitet Fischer derzeit das Tagesgeschäft des App Stores und berichtet an Apple-Mitarbeiter Phil Schiller. Während der jüngsten Zeugenbefragung im „Apple vs. Epic“-Prozess wurde Fischer eine Vielzahl von Fragen über seine Rolle im App Store gestellt. Fischer erklärte, dass Apple seit langem einen Schwerpunkt auf die Sicherheit im App Store gelegt hat und wies in dem Zusammenhang Vorschläge zu Dingen wie alternative Zahlungsmethoden und Sideloading-Apps zurück.

Epic hat Apple „überrumpelt“

Fischer schilderte auch eine Vielzahl von Fällen, in denen Apple und Epic zuvor zusammengearbeitet hatten, um Spiele wie Fortnite und Infinity Blade auf iOS zu bringen. Fischer erwähnte auch einige E-Mails, die er von Epic erhalten hatte, in denen sich der Entwickler bei Apple für die Werbung im App Store bedankte. Weiterhin bat Epic Apple, eine Richtlinie zu ändern, um In-App-Geschenke zu erlauben. Apple tat dies und machte die Änderung für alle Entwickler verfügbar.

Dann wurde Fischer nach seiner Reaktion gefragt, als Epic sein serverseitiges Update einsetzte, das das In-App-Kauf-System des App Stores umging. „Ich war überrumpelt“, sagte Fischer. Apple und Epic hatten eigentlich derzeit über eine Zusammenarbeit bei einer zukünftigen WWDC gesprochen, als Epic plötzlich diese Änderung einführte. Von da an ging die Beziehung offensichtlich den Bach runter.

Nutzung von speziellen App Store Funktionen

Es gab auch eine E-Mail, die von Epics Anwälten besonders hervorgehoben wurde. Sie zeigt, dass der Streaming-Dienst Hulu zwischen der Abrechnung über den App Store und der über Hulu wechseln konnte.

Wie sich herausstellte, gehört Hulu zu einem „Set von zugelassenen Entwicklern“ mit Zugriff auf Apples Abo-Storno/Rückerstattungs-API. Das Unternehmen hatte Hulu ursprünglich Zugriff auf diese API gegeben, um Up- und Downgrade-Aboänderungen zu unterstützen. Dies tat Apple, da diese Art von Änderungen nativ in der Storefront zum damaligen Zeitpunkt nicht unterstützt wurden. Zudem erklärte Fischer, dass Apple manchmal ein Feature mit einer kleinen Gruppe testen möchte, bevor es allen Entwicklern zur Verfügung gestellt wird.

(via AppleInsider)

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Gast1

    Klingt alles sehr logisch was der Apple Mitarbeiter ausgesagt hat .
    Ob das einem voreingenommem Richter allerdings reicht vage ich
    zu bezweifeln sonst würde es dieses Verfahren nicht geben.
    Hier sind noch ganz andere Größen am Werk die auch deutlich mehr
    Macht haben wie der Vorstand und CEO von Epic.

    07. Mai 2021 | 14:45 Uhr | Kommentieren

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