Apple stellt ehemaligen Facebook-Werbechef ein

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Apple hat den ehemaligen Produktmanager für Facebook-Anzeigen Antonio Garcia Martinez eingestellt, was als ein Zeichen dafür gewertet werden kann, dass der Tech-Riese aus Cupertino seine eigenen Werbeambitionen ausbaut.

Apple baut Werbegeschäft aus

Garcia Martinez arbeitete zwischen 2011 und 2013 bei Facebook und wurde zu einer einflussreichen Figur im Anzeigenproduktteam des Unternehmens. Er arbeitete an Ad-Targeting-Bemühungen und wurde schließlich Produktmanager von FBX, Facebooks jetzt nicht mehr existierendem Ad Exchange.

Martinez, der auch als Autor der Autobiografie „Chaos Monkeys“ bekannt ist, wechselte im April zu Apple als Teil des Produktentwicklungsteams für Werbeplattformen des Unternehmens. Laut Business Insider wird er in Cupertino ansässig sein.

Dieser Schritt ist nur der jüngste Hinweis darauf, dass Apple daran arbeitet, sein eigenes Werbegeschäft zu erweitern. Apple hat kürzlich neue Werbeplätze im App Store eingeführt und arbeitet daran, Entwicklern zu ermöglichen, ihre Apps direkt bei Nutzern zu bewerben.

Privatsphäre weiter im Fokus

Die Nachricht von Apples Werbeambitionen kommt kurz nachdem das Unternehmen eine Datenschutzfunktion in iOS 14.5 eingeführt hat, die von allen Apps verlangt, vor dem Tracking von Nutzern um Erlaubnis zu fragen (App Tracking Transparenz). Facebook war ein lautstarker Kritiker der Funktion, zudem haben einige Werbefachverbände ihre eigenen Beschwerden eingereicht.

Apple legt großen Wert auf die Privatsphäre seiner Kunden. Diese Zielsetzung verfolgt das Unternehmen auch bei seinem Werbekonzept. Branchenbeobachter vermuten, dass die neue Datenschutzfunktion Apples eigenes Werbegeschäft ankurbeln könnte, da sich Werbetreibende nun umstellen müssen. Dass Apple ein verbraucherfreundliches Konzept  verfolgt, zeigt auch eine neue Stellenausschreibung, in der das Unternehmen Programmierer sucht, die Standards für „effektive Werbung bei gleichzeitigem Schutz der Privatsphäre der Nutzer“ entwickeln sollen.

Kategorie: Apple

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