Mac Studio: SSD-Upgrade durch Nutzer aktuell softwareseitig blockiert

| 22:15 Uhr | 1 Kommentar

Mac Studio und Apple Studio Display haben in der vergangenen Woche ihren Verkaufsstart gefeiert. Frühbesteller haben ihre Geräte bereits ausgeliefert bekommen und so haben wir ein erstes Teardown zu Gesicht bekommen. Dieses suggerierte, dass Anwender nachträglich ein SSD-Upgrade durchführen können. Dies ist allerdings aktuell nicht möglich. Es scheint, als habe Apple diese Option softwareseitig blockiert.

(Foto via Max Tech)

Mac Studio: SSD-Upgrade durch Nutzer aktuell softwareseitig blockiert

Aus einem über das Wochenende aufgetauchten Teardown-Video zum Mac Studio geht hervor, dass das Gerät – genau wie der Mac Pro – über zwei SSD-Slots verfügt. Dies wurde dahingehend interpretiert, dass man das Gerät nachträglich erweitern kann.

Allerdings heißt es auf der Apple-Website unmissverständlich: „Der Speicher des Mac Studio ist nicht frei zugänglich. Falls du meinst, du könntest in Zukunft zusätzliche Speicher­kapazität brauchen, solltest du vielleicht mehr nehmen. 

YouTuber Luka Miani hat die Probe aufs Exempel gemacht. So hat er den SSD-Speicher aus einem Mac Studio entnommen und in dem freien SSD-Steckplatz in einem zweiten Max Studio platziert. Nach dem Anschalten des Gerätes blinkte dieses nur „SOS“ und bootete nicht mehr.

Der „Mac Studio“ erkannte die SSD, aber Apples Software verhinderte das Booten. Dies scheint zum aktuellen Zeitpunkt eine bewusste Entscheidung seitens Apple zu sein, um zu verhindern, dass Anwender ihren Mac Studio eigenständig öffnen und den Speicher des Geräts erweitern.

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Gut möglich, dass Apple diese Blockade zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Softwareupdate löst. Dies könnte dann der Fall sein, wenn autorisierte SSD-Kits für den Mac Studio angeboten werden.

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Christopher Straßer

    Nein, das Wechseln der „SSD“ Module (es sind eigentlich nur Flash Speicher Module, der Controller ist im Soc) ist nicht per Software blockiert. Luke Miani hat einfach keine Ahnung was er da tut – nicht mehr und nicht weniger.

    Der Speicher ist Hardware verschlüsselt und kann entsprechend nur von dem Mac gelesen werden, von welchem er stammt. Da der Speicher also für die anderen Macs nicht lesbar ist, kann ein anderer Mac nicht starten, weil ein großer Teil der Firmware darauf liegt.

    Als Resultat wechselt der Mac Studio in den DFU Modus, was er durch das SOS Blinken signalisiert. Nun kann man die passende IPSW Datei mit Apple Configurator 2 einspielen und den Mac so wieder zum Leben erwecken.

    Fun Fact: Auch beim Mac Pro 2019 ist diese Prozedur nötig, wenn man die Flash Module tauscht oder aufrüstet. Das steht sogar in der Anleitung. Das Ganze hat nichts mit einer Verdongelung zu tun, sondern hat einfach technische Gründe (Verschlüsselung).

    22. Mrz 2022 | 8:16 Uhr | Kommentieren

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