13 Zoll MacBook Pro mit M2-Chip im Teardown [Video]

| 20:07 Uhr | 0 Kommentare

Neben einem neu gestalteten M2 MacBook Air hat Apple auf der diesjährigen WWDC auch ein 13 Zoll MacBook Pro mit einem M2-Prozessor unter der Haube vorgestellt. Das neue MacBook Pro ist bereits im Handel erhältlich, also ist es nur angemessen, dass es die gewohnte Teardown-Behandlung bekommt. Und hier kommen die Reparatur-Experten von iFixit ins Spiel.

Fotocredit: Apple

Ein neuer Chip im alten Gewand

Dank iFixit können wir jetzt einen genaueren Blick auf die internen Komponenten des neuen 13 Zoll MacBook Pro werfen, um zu sehen, was sich im Vergleich zum 2020er Modell geändert hat. Spoiler-Alarm: Außer dem M2-Chip hat sich so gut wie nichts geändert.

Auf den ersten Blick ist das äußere Gehäuse bis auf die aufgedruckte Modellnummer auf der Unterseite identisch. Die EMC-Nummer ist jedoch anders, und das ist die einzige Möglichkeit, die beiden Geräte von außen zu unterscheiden.

Im Inneren konnte iFixit ein paar Unterschiede beim Logic Board und dem Kühlkörper feststellen. So hatte beispielsweise der Kühlkörper beim M1-Modell noch leicht abgerundete Kanten. Das sind jedoch nur Details. Interessant wurde es allerdings, als iFixit einen Boardtausch durchführte.

Das Teardown-Team hat tatsächlich das M1-Board aus dem Vorgängermodell und das M2-Board aus dem neuen Modell entfernt und dann die M2-Einheit in das ältere Gerät eingebaut. Wenig überraschend: Es passte! Allerdings funktionierte das Gerät aufgrund des Austauschs nicht mehr. Wenn man die Prozessoren austauscht, funktionieren Schlüsselelemente, wie Touch ID und die Tastatur, nicht mehr.

Die fehlende Aufrüstbarkeit zwischen den Generationen wird anscheinend durch die Firmware begrenzt, da die Hardware selbst austauschbar ist. Es ist nicht bekannt, ob dies eine absichtliche Einschränkung seitens Apple war, aber angesichts des früheren Vorgehens des Unternehmens ist dies wahrscheinlich.

Die SSD-Lese- und -Schreibgeschwindigkeiten, die in ersten Tests bemängelt wurden, merkt auch iFixit an. Wie wir bereits berichtet haben, verfügt das M1 MacBook Pro über zwei 128-GB-Flash-Chips für eine Kapazität von 256 GB, während das M2 einen 256-GB-Flash-Chip besitzt. Das M1 MacBook Pro mit 256 GB bietet folglich mehr Parallelisierung als das M2 MacBook Pro mit der gleichen Kapazität. Die SSD des M2 MacBook Pro Basismodells mit 256 GB arbeitet somit etwas langsamer als beim Pendant mit M1-Chip. iFixit vermutet, dass Apple sich für diesen Weg entschieden hat, weil es an Komponenten mangelt. Das ist nicht schön, aber offensichtlich eine Realität, in der wir gerade leben.

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Warten auf das MacBook Air

Während das 13 Zoll MacBook Pro mit M2-Chip bereits erhältlich ist, soll das M2 MacBook Air im Juli auf den Markt kommen, und es wird erwartet, dass es ein viel spannenderes Gerät für Verbraucher sein wird. Das neue MacBook Pro bleibt dennoch ein gutes Gerät, was in erster Linie dem M2 zu verdanken ist.

Der M2 enthält einige Funktionen, die bisher nur bei den höherwertigen Mitgliedern der M1-Chipfamilie vorhanden waren. Er hat eine höhere Leistung bei der 4K-Videokodierung und -dekodierung und unterstützt schnelleren LP5-Speicher – und dieser Speicher kann etwas höher sein, so dass der maximale Arbeitsspeicher des M2 24 GB betragen kann, im Vergleich zu 16 GB beim M1.

Erste Benchmarks zeigen derweil, dass der M2-Chip im MacBook Pro mit 3,49 GHz getaktet ist, verglichen mit der Geschwindigkeit des M1-Chips von 3,2 GHz. Die Single-Core-Leistung des M2 ist etwa 11,56 Prozent schneller als die des M1-Chips, während die Multi-Core-Leistung um etwa 19,45 Prozent höher ist.

Kategorie: Mac

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