macOS Ventura auf älteren Macs: Entwickler des OpenCore Legacy Patcher vermeldet Fortschritte

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Als Apple im Juni auf der WWDC 2022 macOS Ventura ankündigte, gab das Unternehmen auch bekannt, dass mit dem neuen Release mehrere ältere Macs offiziell nicht mehr unterstützt werden. Eine Gruppe von Entwicklern arbeitet jedoch an einem Tool, mit dem Benutzer macOS Ventura auf nicht unterstützten Macs ausführen können.

Fotocredit: Apple

macOS Ventura auf nicht unterstützten Macs

„OpenCore Legacy Patcher“ (OCLP) ist ein Tool, das es älteren Macs ermöglicht, macOS Big Sur und Monterey ohne offizielle Unterstützung von Apple auszuführen. Das Tool basiert auf demselben OpenCore-Bootloader, der auch für Hackintosh verwendet wird, eine Methode, um macOS auf normalen PCs auszuführen.

Die Entwickler hinter OCLP erklärten gegenüber ArsTechnica, dass es nicht einfach sein wird, macOS Ventura vollständig zu unterstützen. Das Entwickler-Team habe jedoch bereits „in einigen wichtigen Bereichen Fortschritte gemacht“, was es den Besitzern einiger älterer Macs ermöglichen sollte, diese noch ein wenig länger auf dem neuesten Stand zu halten. An dieser Stelle sei erwähnt, dass es solche Tools schon seit Jahren gibt, schon seit der PowerPC-Ära der Macs. Aber es ist gut zu wissen, dass versucht wird, macOS Ventura für mehr Nutzer zugänglich zu machen – denn dieses Mal ist die Herausforderung für die Entwickler besonders groß.

Hürden in der Entwicklung

Wenn Apple in der Vergangenheit mit einer neuen Version von macOS ein bestimmtes Mac-Modell nicht mehr unterstützt hat, lief diese macOS-Version in der Regel noch auf anderen Macs, die die gleiche CPU hatten wie der eingestellte Mac. So wurde beispielsweise mit macOS Monterey die Unterstützung für die meisten Macs eingestellt, die zwischen 2012 und 2014 veröffentlicht wurden und Intel-CPUs der dritten und vierten Generation verwenden. Offiziell läuft macOS Monterey jedoch noch auf dem Mac Pro von 2013 und dem Mac mini von 2014, die ebenfalls mit älteren Intel-Prozessoren ausgestattet sind. Das macht es für die Entwickler einfacher, das System so zu modifizieren, dass es auf Macs läuft, die nicht mehr von Apple unterstützt werden.

macOS Ventura unterstützt jedoch keine Macs mit Intel-CPUs mehr, die älter als die siebte Generation sind. Aus diesem Grund fehlen in der neusten Version des Betriebssystems die meisten Treiber, die für diese älteren Macs benötigt werden. Dazu gehören Treiber für Trackpads ohne Force Touch, Intel-Ethernet-Controller, Nvidia-GPUs und mehr. Hinzu kommt die Tatsache, dass macOS Ventura CPUs mit dem AVX2-Befehlssatz sowie eine neue Version von Metal voraussetzt.

Dennoch haben die OCLP-Entwickler einige Fortschritte gemacht, wie der Projektleiter Mykola Grymalyuk verkündet. Das Team war in der Lage, macOS Ventura ohne AVX2-Befehlsunterstützung auszuführen, dank alter Systemdateien, die immer noch Teil der Rosetta 2-Technologie sind, die Funktionen einer alten CPU emuliert, um Intel-Anwendungen auf Apple Silicon Macs auszuführen. Einige ältere Treiber wurden ebenfalls portiert, um unter macOS Ventura zu laufen. Zudem schreibt Grymalyuk auf Twitter:

„Nach vielen Monaten Arbeit haben wir es endlich geschafft, macOS Ventura auf älteren Metal-GPUs zum Laufen zu bringen!

Dazu gehören mein früher Mac Pro von 2008 (Nvidia Kepler und AMD GCN 1), mein Mac mini von 2012, mein Mac mini von 2014 und mein 5k iMac von 2014!“

Es gibt noch viel zu tun, aber das OCLP-Team geht davon aus, dass Besitzer einiger älterer Macs die Möglichkeit haben werden, macOS Ventura ohne größere Kompromisse zu nutzen.

Apple veröffentlicht macOS Ventura voraussichtlich im Oktober für die breite Allgemeinheit. Entwickler und Tester können das neue Betriebssystem schon seit einigen Monaten testen.

Kategorie: Mac

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