iOS 16.1: Apple erklärt „Clean Energy Charging“

| 11:15 Uhr | 5 Kommentare

Mit der Freigabe von iOS 16.1 am gestrigen Abend hat Apple eine neue Funktion namens „Clean Energy Charging“ eingeführt. Diese steht zunächst allerdings nur Anwendern in den USA zur Verfügung. Nun erklärt Apple etwas detaillierter, was es mit der „grünen“ Ladeoption auf sich hat.

iOS 16.1: Apple erklärt „Clean Energy Charging“

Mit iOS 16.1 führt Apple verschiedene Neuerungen ein. Neben der geteilten iCloud-Fotomediathek, Live-Aktivitäten, Fitness+ für iPhone-Nutzer, das Teilen von Schlüsseln, Support für Matter und weiteren kleineren Neuerungen führt Apple „Clean Energy Charging“ in den USA ein.

In einem neu veröffentlichten Apple Support Dokument heißt es

Wenn Clean Energy Charging aktiviert ist und Sie Ihr iPhone an ein Ladegerät anschließen, erhält Ihr iPhone eine Prognose der CO2-Emissionen in Ihrem lokalen Energienetz und verwendet diese, um Ihr iPhone in Zeiten sauberer Energieerzeugung aufzuladen.

Clean Energy Charging ist nur in den USA verfügbar und standardmäßig aktiviert, wenn Sie Ihr iPhone einrichten oder auf iOS 16.1 aktualisieren. Um die Funktion zu deaktivieren, gehen Sie zu Einstellungen > Akku > Akkuzustand & Aufladen und deaktivieren Sie Clean Energy Charging.

Weiter heißt es

Clean Energy Charging arbeitet mit „optimiertes Laden“ zusammen, um Ihre Ladegewohnheiten zu lernen. Clean Energy Charging wird nur dort eingesetzt, wo Sie die meiste Zeit verbringen und Ihr iPhone regelmäßig für längere Zeit aufladen, z. B. zu Hause und am Arbeitsplatz. Die Funktion wird nicht aktiviert, wenn Ihre Ladegewohnheiten unterschiedlich sind oder Sie sich an einem neuen Ort befinden, z. B. auf Reisen. Aus diesem Grund und um die CO2-Emissionsprognose für Ihr Gebiet zu erhalten, müssen einige Standorteinstellungen aktiviert sein, damit Clean Energy Charging aktiviert werden kann. Ihr iPhone sendet keine Standortinformationen, die es für diese Funktion verwendet, an Apple.

Wenn Clean Energy Charging den Ladevorgang unterbricht, zeigt eine Benachrichtigung auf dem Sperrbildschirm an, wann euer iPhone vollständig aufgeladen ist. Wenn ihr euer iPhone früher vollständig aufgeladen haben müsst, berührt und haltet die Benachrichtigung und tippt dann auf „Jetzt aufladen“.

Kategorie: Apple

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5 Kommentare

  • Peter

    So lange das gar nicht für Deutschland gilt, ist es doch unsinnig darüber zu sprechen. Davon haben wir ja nichts. Was sollen wir mit der Information anfangen? Toll nun weiß ich wie das in den USA geht und?

    25. Okt 2022 | 11:25 Uhr | Kommentieren
    • KidKidu

      Beim iPhone ergibt diese Funktion für mich wenig Sinn.

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese Funktion insgeheim als Vorarbeit für das Apple Car bzw. CarPlay zu verstehen ist.
      Apple wird die Daten zu Analysezwecke nutzen, um so später in optimierter Form in CarPlay oder das Apple Car zu integrieren, aber bereits jetzt in breiter Form zu testen.

      25. Okt 2022 | 18:14 Uhr | Kommentieren
    • MrUNIMOG

      In Deutschland würde diese Funktion weder beim iPhone noch bei einem Fahrzeug Sinn ergeben, da unabhängig vom momentanen Anteil der erneuerbaren am Strommix der zusätzliche Strombedarf des Ladevorgangs zu jeder Zeit durch fossile Kraftwerke gedeckt wird. „Sauberes Laden“ aus dem öffentlichen Stromnetz gibt es somit zu keinem Zeitpunkt.

      Ändern wird sich das erst, wenn die Stromerzeugung eines Tages regelmäßig ausschließlich regenerativ erfolgt.

      29. Okt 2022 | 10:54 Uhr | Kommentieren
  • KK_ContentCollector

    @MrUNIMOG das ist so nicht korrekt. Ein Netzbetreiber in Bayern z.B. hat dafür eine App auf dem Markt, die zeigt, wann regional „saubere Energie“ im Stromnetz verfügbar ist. Nur muss man dann eben selbst das iphone Laden oder das E-Auto. https://play.google.com/store/apps/details?id=com.bayernwerk.oekoheld&gl=US&pli=1

    15. Nov 2022 | 16:30 Uhr | Kommentieren
    • MrUNIMOG

      Diese App von EON scheint mir Augenwischerei zu sein – das „regionale“ Stromnetz ist schließlich kein Inselnetz; selbst wenn regionale EE-Stromerzeugung den regionalen Bedarf vollständig deckt, bedeutet das nicht, dass der Ladevorgang „sauber“ ist, denn die zusätzliche Last des Ladevorgangs muss ja dennoch durch Mehrerzeugung innerhalb des europ. Verbundnetzes bilanziell ausgeglichen werden, was im Regelfall durch fossile Kraftwerke (ggf. eben anderswo) geschieht.

      Einzige Ausnahme: Wenn aufgrund lokaler Netzengpässe regenerative Stromerzeugung momentan abgeregelt wird.
      In Regionen, wo dies häufig vorkommt, hätte es tatsächlich einen Sinn, sein Ladeverhalten daran zu orientieren. Aber generell: nein.

      16. Nov 2022 | 22:46 Uhr | Kommentieren

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