Japanischer Mobilfunkanbieter DoCoMo verspricht 40% iPhone-Verkaufsanteil

| 12:22 Uhr | 0 Kommentare

Der japanische Mobilfunkanbieter NTT DoCoMo als größter Carrier des Landes hat nun nach langem Zögern das iPhone in sein Smartphoneangebot aufgenommen und gegenüber Apple einen 40-prozentigen Verkaufsanteil für das iPhone zugesichert.

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Diese Entscheidung bedeutet für andere Smartphonehersteller ein arges Problem, da sie ohnehin gegen die Beliebtheit des iPhones schwer anzukämpfen haben. Mit seinen fast 60 Millionen Kunden – etwa der Hälfte der japanischen Bevölkerung – ist DoCoMo das Schwergewicht auf dem japanischen Mobilfunkmarkt schlechthin. Bisher hatte er anderen Anbietern den Vorzug gegeben, damit ist nun Schluss: Auch DoCoMo setzt künftig auf Apples iPhones 5s und 5c.

Insofern hat der Deal mit Apple in Japan Wellen geschlagen. Aber auch für den Carrier selbst bedeutet die zukünftige Kooperation einen gehörigen Sprung nach vorn, wenn man die zurückliegenden Verkaufszahlen mit denen seiner nationalen Konkurrenten vergleicht: Diejenigen, die das iPhone vertreiben, nehmen auf dem Markt eine ungleich bessere Position ein: Während DoCoMo im August nur 43.000 Neuzugänge zu verzeichnen hatte, konnten sich die Anbieter KDDI über 209.200 und SoftBank über 250.300 Smartphone-Neukunden freuen – eben auch dank der iPhones, deren Verfügbarkeit zahlreiche Interessenten angezogen hat.

Dieses Zurückbleiben DoCoMos wurde firmenintern primär dem Fehlen des iPhones im Sortiment angelastet. Insofern stellt die aktuelle Entscheidung definitiv eine Befreiung für den Provider dar. Noch unbekannt sind die genauen Umstände und Bedingungen des Vertrags mit Apple.

Damit verschlechtert sich auch die Position der japanischen Smartphonehersteller Sony und Sharp. Sony belegt derzeit 20,6 Prozent des Smartphonemarktes, bei Sharp sind es 13,9 Prozent. Sie werden in Zukunft härter um Marktanteile ringen müssen. Manche Anbieter mögen sogar einen Rückzug aus dem Smartphonegeschäft erwägen. Ein Investment-Experte nennt hier Fujitsu und Kyocera und verweist auch auf Panasonic, das seine Smartphone-Sparte bereits abbaut. (via)

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