Apple Vietnam meldet Absatzboom

| 9:47 Uhr | 2 Kommentare

Um das Dreifache seien die Absatzzahlen im kommunistischen Vietnam gestiegen, ließ die Nachrichtenagentur Reuters mit Verweis auf die Veröffentlichung des letzten Quartalsberichts Apples mitteilen. Damit erweist sich das Land als wahres iPhone-Wunder, die Wachstumsrate sei fünf mal höher als beispielsweise in Indien, wo Apple große Bemühungen um einen stärkeren Marktanteil unternimmt.

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Vietnam hatte 2013 ein Wirtschaftswachstum von 5,4 Prozent zu verzeichnen, was von Experten als zu gering eingestuft wird, gemessen an dem starken Bevölkerungswachstum. Obwohl das Land nicht gerade zu den reichsten zählt und sich viele Menschen das teure Apple-Smartphone nicht leisten können, ist es nichtsdestotrotz heiß als Statussymbol begehrt. Deshalb kursieren auch viele Fälschungen zu einem akzeptableren Preis von unter 100 Dollar.

„Es kostet mehr als zwei meiner Monatsgehälter“ sagte der junge Angestellte Pham My Linh, „Doch ich brauche es, um mich selbstbewusster zu fühlen, wenn ich mit meinen Freunden und Kollegen unterwegs bin.“

Von der Nachfrage nach Statussymbolen profitieren aber auch die Mitkonkurrenten Apples, wie Samsung und HTC. Smartphones nehmen derzeit etwa drei Viertel aller Mobilfunkverkäufe in Vietnam ein. Eine Studie von GfK aus dem Januar hatte ergeben, dass 77 Prozent der im Jahr 2013 abgesetzten Mobilfunkgeräte aus dieser Kategorie stammen. Damit lag die Wachstumsrate im Vergleich zu 2012 bei 135 Prozent. Bei den Tablets konnten die Analysten sogar einen Anstieg von 250 Prozent beobachten – bei einem gleichzeitigen Preisrückgang von 27 Prozent.

Die Experten erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt. In Vietnam leben insgesamt 90 Millionen Menschen, von denen bisher lediglich 30 Millionen über einen Internetanschluss verfügen.

2 Kommentare

  • NKTHEK

    Wie in (fast) jedem Entwicklungsland sind Smartphones der beste, günstigste und somit meist verbreitete Internet Anschluss im Lande. Für die Menschen ist es einfacher sich ein Smartphone zu kaufen mit einem Vertrag als einen teuren Laptop oder PC in ihre „Bruchbuden“ mit Internet. Die sind aber nicht so Diebstahl sicher kommt noch dazu das die meisten nicht über ausreichend Strom verfügen, da ist das Smartphone praktischer.
    Als ich in der Dominikanischen Republik, Bolivien, Kolumbien, Peru … war konnte ich feststellen das sehr viele ein Smartphone besitzen auch die (ich sag mal so) breite Unterschicht des Landes. Klar das die Mehrheit billige Smarthones hat für 100$ oder weniger aber das iPhone hat sich dort als Ultimatives Statussymbol etabliert. Als ich in den Dörfern mit meinen iPhone 5s Fotos gemacht habe, die Kinder damit Flappy Bird spielen hab lassen, war das natürlich das größte für die einen iPhone der neusten Generation in der Hand halten zu dürfen, viele den ich begegnet bin hatten meist „nur“ ein iPhone 4 oder 4s aber das war für die natürlich schon eines der besten Sachen die man haben kann. Hab mit vielen geredet die meinten das Sie seit Monaten auf ein iPhone sparen und sie dann das neue holen wollen wenn es in Ihren Land verfügbar ist, aber sparen heißt für die das sie nur jeden zweiten Tag was „richtiges“ essen (zum Reis Fleisch dazu) damit man sich irgendwann mal das iPhone leisten kann. Hätte nicht gedacht das sie dort so richtig verharrt auf ein iPhone sind.

    28. Apr 2014 | 14:30 Uhr | Kommentieren
  • Martin W.

    Schon krass was die fürn iphone machen. Ich finde es hammerhart dass grundschülkinder in deutschland einfach so ein iphone geschenkt bekommen…

    29. Apr 2014 | 2:04 Uhr | Kommentieren

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