Spotify vs. Apple: Spotify bemängelt „unfaire Praktiken“ in einem Beschwerdebrief an die EU-Kommission

| 20:14 Uhr | 3 Kommentare

Spotify ist unzufrieden – Jeder Neukunde, der ein Abo über die iOS-App abschließt, kostet das Unternehmen 30 Prozent der Abo-Gebühren. Diese wandern in die Taschen von Apple. Ein Umstand den auch die anderen Streaming-Anbieter nicht gut heißen. Somit wendet man sich nun an Jean-Claude Juncker, Präsident der EU-Kommission, um Apples „Monopolstellung“ zu stürzen.

Apples Gebührenmodell sorgt für Unmut

Financial Times hat einen brisanten Brief veröffentlicht. Hier geht es um eine „Monopolstellung“ und einen „unfairen Wettbewerb“. Die Rede ist von Apples Gebührenmodell für Streaming-Dienste. Beim Verkauf eines Abonnements über die iOS-App, muss der Streaming-Dienst 30 Prozent an Apple abführen. Ein klarer Nachteil gegenüber Apples eigenen Streaming-Dienst Apple Music, wie Spotify bemängelt.

Somit wendet sich Spotify-Mitgründer Daniel Ek, mit Unterstützung von Deezer-CEO Hans-Holger Albrecht, in einem Brief an den Präsidenten der Europäischen Kommission. So bestände die Notwendigkeit, neue Richtlinien zu erlassen, damit Streaming-Anbieter mit den Plattforminhabern konkurrieren können. Ziel soll es sein, die “unfairen Geschäftspraktiken” von Unternehmen, wie Apple oder Amazon, durch “klare Verpflichtungen” zu verhindern.

Spotify und Apple sind keine guten Freunde

Es ist nicht das erste Mal, dass Spotify auf die Barrikaden geht. Zuletzt stand man mit Apple im Zwist, da man in der iOS-App auf ein Schnupper-Abo hinwies, wobei man die Nutzer auf die eigene Webseite weitergeleitet hatte. Eine Praxis mit der Apple nicht einverstanden war. Als Spotify dann auch noch die Abo-Funktion in der App entfernen wollte, hatte Apple angeblich ein Update von Spotify nicht zugelassen. Spotify warf Apple vor, die Zulassungsprüfung als „Waffe“ zu nutzen und verfasste einen Beschwerdebrief. Dieser ging an Apples Chef-Juristen und einige US-Politiker. Die besagte Weiterleitung hat es mittlerweile in die App geschafft, die Abo-Funktion hat man jedoch wieder eingefügt.

Ob die EU-Kommission einschreitet ist derzeit nicht bekannt. Ähnliche Vorwürfe haben in der Vergangenheit jedoch keinen Erfolg gehabt. Eine Reaktion auf das Schreiben wird im Frühjahr 2018 erwartet.

Kategorie: Apple

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3 Kommentare

  • Zen

    Was ist daran unfair das jemand damit Geld verdienen möchte wenn er zum Vertrieb eines Services, eine technische Plattform samt Lifecycle zur Verfügung stellt ?

    Sorry aber Spotify hat seine Monopol Stellung bis dato auch immer ausgereizt!

    Ist Schwachsinn dieses Sabdkasten Gejammere!

    15. Dez 2017 | 7:28 Uhr | Kommentieren
  • Uwe

    Finde ich nicht.
    Als Unternehmen wirst du gezwungen, diese 30% an Apple abzudrücken, wenn du eine kostenpflichtige App wie Spotify für iOS anbieten willst.
    Apple Music hat diese Kosten nicht. Sprich: Apple macht für den gleichen Musikdienst 30% mehr Einnahmen.

    Ist wie früher, als MS gezwungen wurde neben dem IE auch andere Browser in Windows anzubieten.

    Apple stellt mit iOS die Plattform (=Windows) und bestimmt die Regeln. Gut.
    Als externes Unternehmen musst du also den Regeln zu Folge 30% abdrücken. Jeder App-Entwickler. Gut.

    Apples hauseigener Musikdienst (= wie IE) wird über die Plattform ohne diese Kosten angeboten.

    Bei MS wurde geklagt und das erfolgreich. Bei Apple somit also auch zurecht möglich.

    15. Dez 2017 | 16:44 Uhr | Kommentieren
    • Mark

      Apple Music wird nicht über App Store verkauft.

      16. Dez 2017 | 16:25 Uhr | Kommentieren

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