Safari Tracking-Schutz ausgehebelt: Google droht eine 3,7-Milliarden-Strafe

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Apple bietet für seinen Safari-Browser eine Schutz-Funktion, die unter anderem das Tracking von Dritten über Cookies verhindern soll. Dies klappt in der Praxis auch ganz gut, wären da nicht die Experten von Google, die kurzerhand den Schutz ausgehebelt hatten. Dies bemängelt nun eine Gruppe von iPhone-Nutzern, die sich „Google You Owe Us“ nennt und vor Gericht rund 3,7 Milliarden Euro von der Alphabet-Tochter verlangt.

Erneute Strafe für „Safari Workaround“ droht

Vom August 2011 bis Februar 2012 hatte Google den Tracking-Schutz des Safari-Browsers auf iPhones ausgehebelt. Das Verfahren nennt sich „Safari Workaround“ und sorgte erstmals im Jahr 2012 in den USA für juristische Konsequenzen. Hier musste Google für die Anwendung des Verfahrens eine Geldstrafe in Höhe von 22,5 Millionen US-Dollar zahlen. Zusätzlich musste der Konzern 17 Millionen US-Dollar an verschiedene Bundesstaaten zahlen.

Das Umgehen der Cookie-Sperre könnte für Google nun ein weiteres Nachspiel haben. Wie der Guardian berichtet, wirft die britische Organisation “Google You Owe Us” dem Unternehmen vor, durch ein “geheimes Tracking“ das Surf-Verhalten von Safari-Nutzern gesammelt zu haben. Vor Gericht verlangt die Organisation rund 750 Pfund pro betroffenem Nutzer, was bei 4,4 Millionen Geschädigten umgerechnet knapp 3,7 Milliarden Euro entspricht. Google stimmt dieser Ansicht natürlich nicht zu und ist überzeugt, dass die Klage nicht gerechtfertigt ist.

Datenschutz ist derzeit ein sehr sensibles Thema in Europa. „Google You Owe Us“ könnte somit unter der Führung von Verbraucherrechtsanwalt Richard Lloyd durchaus einen Erfolg vor Gericht gelingen. Ob am Ende tatsächlich ein Schaden in Höhe von 3,7 Milliarden Euro entstanden ist, muss jedoch das Gericht entscheiden.

Kategorie: Allgemein

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