Health Records: Apple bietet Schnittstelle für Anwendungen von Drittanbietern

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Anfang dieses Jahres startete Apple den Health Records Service, um die Portabilität von Gesundheitsakten zu erhöhen. Die Idee war, den Patienten die Möglichkeit zu geben, ihre Gesundheitsdaten auf iOS-Geräte herunterzuladen und sie dann einfach mit anderen Ärzten zu teilen. Ab Herbst sollen auch iOS-Anwendungen von Drittanbietern diese Daten nutzen können.

Apple stellt Patientenakten zur Verfügung

Apple hat im Zuge der WWDC eine neue Health Records API für Entwickler und Forscher vorgestellt. Die Schnittstelle soll es den Anwendungen ermöglichen, Gesundheitsdaten zu verwenden, um beispielsweise Medikamente, Ernährungspläne oder diagnostizierte Krankheiten besser zu verwalten.

Die Health Records-Funktion ermöglicht Patienten von mehr als 500 Krankenhäusern und Kliniken den Zugriff auf medizinische Informationen aus verschiedenen Einrichtungen in einer Ansicht auf dem iPhone. Dank der neuen Schnittstelle können Nutzer nun diese Daten auch in Apps von Drittanbietern verwenden.

Health Records Daten werden auf dem iPhone verschlüsselt und mit dem iPhone-Passwort des Anwenders geschützt. Wenn Nutzer sich dafür entscheiden, ihre Gesundheitsdaten mit vertrauenswürdigen Anwendungen zu teilen, fließen die Daten direkt von HealthKit an die App des Drittanbieters und werden nicht an Apples Server gesendet.

Anwendungsbeispiele

Entwickler, die Gesundheitsanwendungen erstellen, können mit der Erlaubnis des Benutzers einen deutlichen Mehrwert für ihre Apps bieten. Apple nennt als Beispiel einige Schlüsselkategorien:

  • Medikamentenverfolgung: Medisafe, eine Anwendung zur Verwaltung von Medikamenten, verbindet sich mit der Funktion „Health Records“, so dass Verbraucher ihre Rezeptliste ohne manuelle Eingabe einfach importieren können. Medisafe wird in der Lage sein, Patienten vor problematischen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten zu warnen.
  • Krankheitsmanagement: Eine Diabetes-App könnte über die bestehende iOS HealthKit-Integration auf die Laborergebnisse eines Patienten sowie auf seine Diät- und Trainingsdaten zugreifen, um ein vollständigeres Bild des Nutzers zu erhalten und ihn ermutigen, auf dem richtigen Weg zu bleiben.
  • Ernährungsplanung: Eine Ernährungs-App könnte den Verbrauchern maßgeschneiderte Programme auf der Grundlage ihrer Blutdruck- oder Cholesterinwerte erstellen.
  • Medizinische Forschung: Mit der neuen Health Records API können Ärzte medizinische Patientendaten in ihre ResearchKit-Apps integrieren, um einen umfassenderen Überblick über den Gesundheitshintergrund ihrer Teilnehmer zu erhalten.

Kategorie: Apple

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