Tim Cook bekräftigt Apples gutes Verhältnis zu Irland

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Nur wenige Wochen, nachdem Apple seine Pläne zum Bau eines 1 Milliarde Dollar teuren Rechenzentrums in Irland aufgegeben hat und inmitten eines großen irischen Steuerstreits mit der Europäischen Kommission steckt, stellt Tim Cook in einem Interview klar, dass sein Unternehmen dem Land treu bleibt.

Apple bleibt Irland treu

In einem Interview mit der Irish Times bekräftigt Cook, dass Apple weiterhin in Irland investieren wird. Dass man die Pläne eines Rechenzentrums aufgegeben hatte, liegt nicht an einem geminderten Engagement. Vielmehr führten die Beschwerden einiger Bewohner zu dem Abbruch des Projekts. So erklärte Cook:

„Wir liebten die Gemeinschaft dort. Glücklicherweise hatten wir große Unterstützung von der Gemeinde, die uns haben wollte. Das ist wahrscheinlich die größte Enttäuschung aus unserer Sicht; wir hatten das Gefühl, dass wir in der Gemeinschaft hätten sein können und viele Freunde wie in Cork gewonnen hätten und dass die Beziehung mit der Zeit gewachsen wäre. […] Aber wir verstehen und respektieren den Prozess.“

Ursprünglich kündigte Apple im Februar 2015 Pläne für den Bau eines Rechenzentrums in der irischen Stadt Athenry an, um die Vorteile grüner Energiequellen in der Nähe zu nutzen. Eine Reihe von Beschwerden verzögerte die Genehmigung jedoch. Diejenigen, die gegen die Pläne von Apple waren, behaupteten, dass ein Rechenzentrum negative Auswirkungen auf die lokale Tierpopulation haben könnte, während mögliche Überschwemmungen auf einem benachbarten Golfplatz ebenfalls angesprochen wurden. Die Nähe des geplanten Standortes zu einem lokalen Kernkraftwerk wurde später genutzt, um trotz einer jahrelanger Stilllegung neue Einwände gegen den Bau der Anlage zu erheben.

Im Oktober 2017 erhielt Apple schließlich die Baugenehmigung, nachdem ein Einspruch von zwei Personen gegen die Entscheidung abgewiesen wurde. Die Kläger beschlossen jedoch, ihren Fall vor das Oberste Gericht des Landes zu bringen. Noch vor der Anhörung entschied sich Apple die Pläne aufzugeben, was ein Rückschlag für die irische Regierung war, da das Land versucht seine Wirtschaft durch ausländische Investitionen anzukurbeln.

Auch wenn es vorerst kein neues Rechenzentrum in Irland geben wird, so wird Apple dem Land nicht den Rücken zukehren, wie Tim Cook versichert. Daran wird auch die Steuernachzahlung in Höhe von 13 Milliarden Euro nichts ändern. Viel wichtiger ist für Cook auf das zu schauen, was man in fast 40 Jahren zusammen aufgebaut hat:

„Wir kamen 1980 nach Irland, weil wir eine Gemeinschaft sahen, von der wir dachten, wir könnten zusammen wachsen und eine Reihe von Dingen tun, um den Kontinent zu unterstützen. Daran haben wir über fast vier Jahrzehnte festgehalten. Es war keine gerade Linie – das Leben ist keine gerade Linie, die Dinge gehen auf und ab – aber es gab immer eine steigende Entwicklung. Ich erwarte nicht, dass sich das ändert.“

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