Apple senkt Umsatzprognose für das Weihnachtsgeschäft 2018

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Am späten gestrigen Abend hat sich Apple per Pressemitteilung zu Wort gemeldet und angegeben, dass man die Umsatzprognose für das abgelaufene Weihnachtsquartal senkt. Der Handel mit der Apple Aktie wurde daraufhin kurzzeitig ausgesetzt.

Apple senkt Umsatzprognose für das Weihnachtsgeschäft 2018

Mit einem „Brief von Tim Cook an die Apple Aktionäre“ geht der Hersteller näher auf die Umstände ein. Am 29. Januar wird Apple seine offiziellen Zahlen zum Q4/2018 bekannt geben. Knapp einen Monat zuvor hat Apple jedoch einen Ausblick darauf gegeben, wie die Zahlen ausfallen werden.

Ursprünglich erwartete Apple einen Umsatz zwischen 89 und 93 Milliarden Dollar. Nun spricht der Hersteller von 84 Milliarden Dollar. Die Marge liegt bei 38 Prozent (zuvor 38 bis 38,5 Prozent), die Betriebskosten liegen bei 8,7 Milliarden Dollar (zuvor 8,7 bis 8,8 Milliarden Dollar) und die sonstigen Aufwendungen werden mit rund 550 Millionen Dollar (zuvor 300 Millionen Dollar) angegeben.

Apple CEO Tim Cook führt vier Punkte dafür an, dass man die Prognose, die man vor 60 Tagen gestellt hat, nicht erreicht werden konnte. Aufgrund der Tatsache, dass sich der iPhone-Verkaufsstart im Jahr 2017 mit dem iPhone X und iPhone 8 (Plus) anders als im Jahr 2018 (iPhone XS, XS Max und XR) gestaltete, war es für Apple schwierig, eine Prognose zu treffen.

Weiter heißt es, dass der starke Dollar derzeit für Gegenwind sorgt. Zudem verspürte Apple im letzten Quartal Lieferengpässe bei verschiedenen Produkten. Unter anderem werden die Apple Watch 4, das iPad Pro, die AirPods sowie das MacBook Air genannt. Als vierten Punkt nennt Apple die wirtschaftliche Schwäche in verschiedenen Schwellenländern, die größer als erwartet war.

Im weiteren Verlauf ging Cook näher auf die einzelnen Punkte ein. Alles in allem führte dies zu weniger verkauften iPhones, als ursprünglich angenommen. Insbesondere China wird von Apple explizit erwähnt. Nahezu die gesamte Umatzverfehlung würde Apple in China spüren. Dies erstrecke sich über iPhone, Mac und iPad. Zum einen schwächelt die chinesische Wirtschaft und zum anderen macht der Handelsstreit zwischen den USA und China zu schaffen.

Während sich das iPhone weniger gut verkauft hat, konnte Apple in allen anderen Bereichen wachsen. Betrachtet man Mac, iPac, Services sowie Wearables, Home und Zubehör so stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 19 Prozent.

Es gibt noch weitere positive Zahlen zum abgelaufenen Quartal. Die Basis installierter Apple Gerät ist in den letzten 12 Monaten um 100 Millionen gestiegen. Niemals zuvor waren mehr Apple Geräte im Einsatz. Die Service-Umsätze betrugen 10,8 Milliarden Dollar (ein neuer Rekord). Nach wie vor sei man auf dem Weg, die Service-Umsätze von 2016 bis 2020 zu verdoppeln. Die Kategorie „Wearables“ wuchs um 50 Prozent. AirPods und Apple Watch trugen dazu maßgeblich bei. Mac- und iPad Umsätze stiegen im Jahresvergleich.

In vielen Ländern verzeichnete Apple im letzten Quartal einen neuen Umsatzrekord, so z.B. in den USA, Kanada, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden und Südkorea.

Blick nach vorne

Zum Schluss des offenen Briefes blickt Cook nach vorne. Apple verlässt ein herausforderndes Quartal und blickt zuversichtlich nach vorne, da man von der Stärke des Unternehmens überzeugt ist. Man verfolge mit Apple langfristige und keine kurzfristigen Ziele. Vor allem die Produkte, die Apple in der Entwicklung hat, sorgen beim Hersteller für Zuversicht. Apple sei innovativ wie kein anderes Unternehmen und man werde den „Fuß nicht vom Gaspedal nehmen“. Gleichzeitig bereitet man Maßnahmen vor, um z.B. Menschen den Wechsel zu einem neuen iPhone zu erleichtern. Dies umfasst unter anderem das Übertragen von Daten sowie eine Hilfe bei der Finanzierung.

Der Hersteller weiß, dass die Erwartungen an das Unternehmen hoch sind, und das sollten sie auch sein. Apple versucht Tag für Tag die Erwartungen zu übertreffen.

Auf den ersten Blick wirkt die Senkung der Umsatzprognose sicherlich „schlimm“, nichtsdestotrotz sollte man Berücksichtigen, dass es das zweit-beste Quartalsergebnis der Unternehmensgeschichte sein wird.

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