Samsung Galaxy Fold: iFixit-Teardown offenbart großen Designfehler

| 19:45 Uhr | 1 Kommentar

iFixit hat wieder das Werkzeug ausgepackt und blickt dieses Mal in das Innere des Samsung Galaxy Fold. Hierbei finden die Reparatur-Profis einige gut durchdachte Lösungen, doch dies wird von einem groben Designfehler überschattet. So bietet das Gerät einen unzureichenden Schutz für das empfindliche OLED-Display.

Samsung verschiebt Launch

Derzeit stehen bei Samsung alle Anzeichen auf ein erneutes PR-Fiasko. Nachdem das Unternehmen langsam das explosive Galaxy-Note-7-Debakel verdaut hat, steht mit dem Galaxy Fold womöglich das nächste Problem ins Haus. So zeigte sich schnell, dass das OLED-Display einiger Testgeräte innerhalb von wenigen Tagen den Geist aufgab.

Samsung zog die Konsequenzen und sagte den weltweiten Start des Galaxy Fold vorerst ab. Man wolle zunächst einmal das Problem genauer analysieren, hieß es in einer Erklärung an CNBC. iFixit ist dem koreanischen Unternehmen bereits einen Schritt voraus und hat einen großen Designfehler beim obligatorischen Teardown entdeckt.

Mangelhafte Schutzschicht

Die OLED-Technologie ist sehr empfindlich – selbst das kleinste Staub-Partikelchen kann einen irreparablen Schaden verursachen. Normalerweise sind die Panels wohl behütet hinter dem Display-Glas untergebracht. Bei dem Galaxy Fold ist dies nicht möglich. Aus diesem Grund hat Samsung eine permanente Schutzfolie auf das Display aufgetragen, die nicht entfernt werden darf. Nun kam es dazu, dass manche Tester die Folie aus Gewohnheit entfernt haben, was eine sofortige Kapitulation der Displays zur Folge hatte.

Doch nicht jeder Tester hat die Folie entfernt. Warum kam es dann trotzdem zu Ausfällen? Hier kommen wir zu dem eigentlichen Designfehler: An der seitlichen Stelle, wo das Galaxy Fold gefaltet wird, gibt es keinen Schutz. An dieser Stelle entsteht eine kleine Öffnung, durch die der zerstörerische Schmutz und Staub eindringen kann. Hier ist es nur eine Frage der Zeit (bei den betroffenen Testern nur wenige Tage) bis die Staubkörner das Display auf dem Gewissen haben.

Menschen sind keine Roboter

Während dieses K.O.-Kriterium für Samsung bereits nicht so einfach zu beheben sein wird, gibt es noch eine weitere Problematik, die iFixit aufgefallen ist. So hat der Hersteller angegeben, dass man das Galaxy Fold 200.000 Mal auf- und zuklappen könnte. Dies hatte Samsung mit Hilfe von Roboter getestet und als gut befunden.

In der Praxis ist dieser Optimismus jedoch zumindest anzuzweifeln. Wenn ein Mensch das Gerät zuklappt, wird unweigerlich etwas Druck auf das Display ausgeübt. Bei der Konstruktion des Galaxy Fold, wird das Display aller Voraussicht diese Beanspruchung nicht überleben, wie iFixit anmerkt.

1 Kommentare

  • Gast

    Staub , Krümel oder ähnliches sind der Tod des Falthandys
    in seiner jetzigen Form egal von wem.
    Erst µLED wird diese Problem lösen und da Apple hier
    stark mit LG kooperiert wird es nicht mehr lange dauern
    bis zwei Displays spaltlos aneinander passen.
    Nur Glas kann Schmutz jeglicher Art vertragen.
    Die Technik des faltens selbst ist machmar und für heutige
    HighTech Firmen kein Problem , die Stärke des Gehäuse und seine
    daraus resultierende Stabilität wird nochmals eine große
    Aufgabe. Denn Stabil ist das Handy von Samsung nicht wirklich.
    So Sachen wir drauf sitzen sollte man sich nicht erlauben.

    25. Apr 2019 | 11:12 Uhr | Kommentieren

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