Qualcomm-Führungskräfte erhalten hohe Bonuszahlungen für Einigung mit Apple

| 17:55 Uhr | 0 Kommentare

Überraschend verkündete Apple im April, dass man die Rechtsstreitigkeiten mit Qualcomm beigelegt hat. Wie CNBC berichtet, hat sich diese Einigung nicht nur für Qualcomm gelohnt, sondern auch für die einzelnen Führungskräfte des Unternehmens. So sollen Steve Mollenkopf und Co. für ihren Einsatz bei der Klärung des Rechtsstreits mit massiven Boni bedacht worden sein.

Bonuszahlungen für Führungskräfte

Qualcomm ist in Feierlaune – immerhin hat man mit der Einigung mit Apple nicht nur gut verdient, sondern auch die gefährlichen Rechtsstreitigkeiten rund um einen „Kartellprozess“ abgewendet. Zu verdanken hat das Unternehmen diesen Erfolg unter anderem CEO Steve Mollenkopf, der laut den vorliegenden Informationen für seinen Einsatz einen Bonus von 40.794 Qualcomm-Aktien erhalten hat. Zum Schlusskurs vom Freitag entspricht das etwas mehr als 3,5 Millionen US-Dollar. Zum Vergleich: Mollenkopf hat im vergangenen Jahr insgesamt knapp 20 Millionen US-Dollar verdient.

Weitere Führungskräfte, die Bonuszahlungen erhalten haben, sind Qualcomm President Christiano Amon (24.930 Aktien im Wert von 2,1 Millionen US-Dollar), CTO James Thompson (19.264 Aktien im Wert von 1,65 Millionen US-Dollar), General Counsel Donald Rosenberg (14.165 Aktien im Wert von 1,2 Millionen US-Dollar) und Interim CFO David Wise (2.958 Aktien im Wert von 253.915 US-Dollar).

Qualcomm erwähnt Apple nicht ausdrücklich, wenn es um diese Boni in der SEC-Anmeldung geht. Der Chip-Hersteller erwähnt jedoch neue Vereinbarungen mit einem der „Schlüsselkunden“ von Qualcomm:

„Bei der Gewährung dieser Zuschüsse berücksichtigte das Compensation Committee den erwarteten langfristigen Wert für die Aktionäre, der sich aus diesen Vereinbarungen mit einem der wichtigsten Kunden der Gesellschaft ergibt.“

Der harte Weg zum eigenen 5G-Chip

Apple hatte laut Experten keine andere Wahl, als sich mit Qualcomm zu einigen, da man keine andere Möglichkeit hatte 5G-Chips für sein 2020er iPhone-Lineup zu beziehen. Der iPhone-Hersteller plante zwar ursprünglich Intel-Chips zu verwenden, diese sollen jedoch die Erwartungen nicht erfüllt haben.

Medienberichten zufolge wollte zwar auch Huawei ins iPhone und hat angeblich Apple den Einsatz seiner 5G-Modems angeboten – dem Angebot hat man in Cupertino jedoch offensichtlich nicht getraut. Auf lange Sicht wird Apple seine eigenen Funk-Chips herstellen, diese werden jedoch noch einige Jahre bis zur Marktreife benötigen.

Kategorie: Allgemein

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