Apple TV+ Film „Emancipation“ wird nach Will Smiths Ohrfeigen-Vorfall angeblich auf 2023 verschoben

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Auf dem Weg ins Jahr 2022 bereitete sich Apple TV+ darauf vor, sein Programm an Original-Filmen mit einigen großen Blockbustern zu füllen. „Emancipation“, unter der Regie von Antoine Fuqua und mit Will Smith in der Hauptrolle, war einer der großen Hoffnungsträger für das Jahr. Als Teil der anhaltenden Nachwirkungen von Smiths Entscheidung, Chris Rock auf der Bühne bei der Oscar-Verleihung mit einer Ohrfeige zu bedenken, wurde die Veröffentlichung des Films laut einem Bericht von Variety auf 2023 verschoben.

„Emancipation“ kommt wahrscheinlich erst 2023

„Emancipation“ beruht auf einer wahren Begebenheit aus dem Jahr 1863. In dem Film spielt Smith einen Sklaven, dem im US-Staat Louisiana die Flucht von einer Plantage in den Norden der Vereinigten Staaten gelingt. Obwohl Apple noch nie einen offiziellen Zeitrahmen für die Veröffentlichung von „Emancipation“ genannt hat, wurde allgemein erwartet, dass der Film Apples Hit-Kandidat für die nächste Preisverleihungssaison sein wird. Die Veröffentlichung wäre somit voraussichtlich im Herbst erfolgt.

Apple TV+ hat derzeit einen guten Lauf, wenn es um Preisverleihungen geht. Der Dienst hatte bei der Oscar-Verleihung mit „CODA“ in Los Angeles sogar Geschichte geschrieben. Erstmals wurde einem Streamingdienst die höchste Ehre im Film-Business zuteil. „Emancipation“ hatte gute Chancen, diese Erfolgsserie fortzusetzen, zumindest bis Smith bei der Oscar-Verleihung die Beherrschung verlor und den Moderator Chris Rock mitten in der Show vor Millionen von Zuschauern ohrfeigte. Kaum war das passiert, schwanden die Aussichten auf eine Preisverleihung für „Emancipation“ – vor allem, solange der Vorfall noch in Erinnerung ist. Smith selbst ist nun für das nächste Jahrzehnt von der Teilnahme an künftigen Oscar-Veranstaltungen ausgeschlossen, obwohl er theoretisch immer noch nominiert werden kann.

Variety berichtet, dass die Postproduktion des Films noch läuft, was ein weiterer möglicher Grund für die Verschiebung des Termins ist. Höchstwahrscheinlich will Apple jedoch ein Jahr warten und hoffen, dass sich Smiths Ruf bis zum Herbst 2023 etwas erholt hat, um „Emancipation“ die beste Chance zu geben, von Publikum und Kritikern positiv aufgenommen zu werden. Immerhin hat das Unternehmen über 100 Millionen Dollar für die Produktion des Films ausgegeben.

Der Award-Zug rollt weiter

Eine gute Nachricht für Apple ist, dass das Unternehmen noch viele weitere preisverdächtige Filme auf dem Programm hat, darunter „Cha Cha Real Smooth“, „Raymond and Ray“, „The Greatest Beer Run Ever“ und seinen ersten Animationsfilm „Luck“. Der 200 Millionen Dollar teure Martin Scorsese-Film „Killers of the Flower Moon“ mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle wird bei seinem Erscheinen ebenfalls für Aufsehen sorgen. Allerdings ist noch nicht bekannt, ob die Postproduktion dieses Films rechtzeitig für eine Premiere im Jahr 2022 abgeschlossen sein wird.

Die Serien und Filme von Apple haben seit dem Start von Apple TV+ vor etwas mehr als zwei Jahren 212 Preise gewonnen und 950 Nominierungen erhalten. Apple Original-Filme und -Serien wurden kürzlich bei den Academy Awards, den SAG Awards, den Critics Choice Awards, den BAFTA Awards, den Critics Choice Documentary Awards, den NAACP Image Awards sowie den Daytime und Primetime Emmy Awards und vielen weiteren Preisen ausgezeichnet.

Kategorie: Apple

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