Apple antwortet auf offenen Brief der Filmbranche zur Verbesserung von Final Cut Pro

| 21:25 Uhr | 0 Kommentare

Im April unterzeichnete eine große Gruppe von Final Cut Editoren einen offenen Brief, in dem sie Apple aufforderten, die Verwendung von Final Cut Pro in der TV- und Filmindustrie stärker zu fördern und die seit langem bestehenden Anfragen nach neuen Funktionen zu erfüllen.

Fotocredit: Apple

Apple reagiert auf Kritik aus der Filmindustrie

Für diejenigen, die mit der Vorgeschichte nicht vertraut sind, sei gesagt, dass Final Cut in den frühen 2000er Jahren eine sehr dominante Rolle bei der Herstellung von Indie- und Profi-Filmen spielte. Apple brachte 2011 eine umfassende Überarbeitung des Programms, Final Cut Pro X, auf den Markt, die auf viel Kritik stieß.

Die Überarbeitung brachte den Stand der Technik in vielerlei Hinsicht voran, aber es fehlten auch wesentliche Funktionen, die die Software für die professionelle Arbeit „unbrauchbar“ machten. Konkurrierende Produkte wie Avid und Adobe Premiere nutzten die Fehler aus und eroberten wichtige Marktanteile.

Dennoch hat sich Apple zu Final Cut Pro X bekannt und schnell mit einer Reihe von Funktionsaktualisierungen auf die anfängliche Kritik reagiert. Obwohl der Ruf von Final Cut Pro in Hollywood nach wie vor etwas angeschlagen ist, hat das Programm eine sehr große Marktdurchdringung im Bereich der unabhängigen Videoersteller. Beispielsweise nutzen viele große YouTuber Apples Lösung zum Filmschnitt.

Der offene Brief zielte jedoch auf den Ruf und die Akzeptanz von Final Cut in Hollywood-Produktionen ab. In dem Brief wurde beklagt, dass die App von Apple nicht gut mit anderen Produktions-Workflow-Tools zusammenarbeitet und dass Apple nicht genug getan hat, um den Ruf von Final Cut Pro X in der Branche zu verbessern. Viele Cutter, die gerne Final Cut Pro verwenden würden, können dies oft nicht, da sie keine Genehmigung von ihren Produzenten und Regisseuren erhalten.

Als Reaktion auf den Brief kündigt Apple an, unter anderem ein Gremium von Branchenexperten einzurichten und die Final Cut Pro Workshops zu erweitern. In dem Schreiben an die Community heißt es:

„An die Verfasser des kürzlich veröffentlichten offenen Briefs zu Final Cut Pro in der TV- und Filmindustrie: Die kreative Community war uns bei Apple schon immer sehr wichtig, und wir sind dankbar für Ihr Feedback.

Bis heute wurden mit Final Cut Pro viele überzeugende Projekte realisiert – von Hollywood-Filmen und hochkarätigen Werbespots bis hin zu großen TV-Sendungen und beeindruckenden Arbeiten der größten Namen in der Erstellung von Online-Inhalten.

Wir sind davon überzeugt, dass wir bereits Pläne haben, um auf Ihre wichtigen Funktionswünsche einzugehen. Wir sind uns aber auch bewusst, dass wir auf diesen Bemühungen aufbauen und mit Ihnen zusammenarbeiten müssen, um Ihre Film- und TV-Projekte zu unterstützen und Sie über wichtige Updates auf dem Laufenden zu halten. Dazu gehören die folgenden Schritte:

  • Einführung neuer Trainingsprodukte und von Apple autorisierter Zertifizierungen für professionelles Video ab diesem Monat mit unserem Partner Future Media Concepts.
  • Einrichtung eines Gremiums von Branchenexperten für regelmäßige Beratungen ab diesem Sommer.
  • Ausweitung der Inhalte und Häufigkeit von Final Cut Pro Workshops für große Film- und TV-Produktionen.

Wir würden gerne mit Ihnen zusammenarbeiten, um Sie bei Ihren Film- und TV-Projekten zu unterstützen, und wir werden auch in Zukunft nach Möglichkeiten suchen, die es uns ermöglichen, den Dialog mit unserer treuen Nutzergemeinschaft zu verbessern und zu fördern.“

Die heutige Reaktion ist ein positives Zeichen. Der Einsatz eines Gremiums von Branchenexperten könnte dazu beitragen, die künftige Entwicklung der Software positiv zu beeinflussen, damit sie mit den Bedürfnissen der Kunden Schritt hält. Momentan müssen wir jedoch noch abwarten, welche Ankündigungen Apple im Laufe des Jahres für Final Cut Pro bereithält. Wie das Unternehmen andeutet, hat man hier bereits einiges in Vorbereitung.

Kategorie: Mac

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