Mac Pro 2013: Die Markteinführung soll aufgrund des Mangels an „Made in USA“ Schrauben verschoben worden sein

| 15:15 Uhr | 0 Kommentare

Die New York Times berichtet heute über eine lustige Geschichte, die ein wenig Licht darauf wirft, warum große Unternehmen Schwierigkeiten haben, in den Vereinigten Staaten Produkte in Massenproduktion herzustellen. So hat die New York Times erfahren, dass Apple im Jahr 2012 keinen geeigneten heimischen Schraubenlieferanten für den 2013er Mac Pro finden konnte, was letztendlich für viel Aufregung gesorgt hatte.

Auf der Suche nach Schrauben

Ein kundenspezifischer Schraubentyp soll zumindest einer der Gründe gewesen sein, dass sich der Mac Pro 2013 „Made in the USA“ verzögert hatte. Dem Bericht zufolge konnte Apples US-Fertigungspartner nur 1.000 von den benötigten Schrauben pro Tag herstellen. Das war offensichtlich nicht genug für den Umfang der Mac Pro Produktion. Apple suchte anscheinend „monatelang“, bevor sich das Unternehmen schließlich verzweifelt für einen Lieferanten aus China entschieden hatte.

Später fand Apple dann doch noch eine US-Firma, die immerhin 28.000 Schrauben liefern konnte, was genau genommen immer noch zu wenig war. Apple bestellte jedoch trotzdem bei der Firma Caldwell Manufacturing die heißbegehrten Schrauben. Dass bei dem neuen Zulieferer eine Bestellung von 28.000 Schrauben nicht jeden Tag aufgegeben wird, zeigte die Lieferung. So lieferte Caldwell Manufacturing die 28.000 Schrauben in über 22 Fahrten, wobei der Besitzer Stephen Melo oft „die einstündige Fahrt selbst in seiner Lexus-Limousine unternahm“.

Eine harte Konkurrenz

Nach dieser kuriosen Anekdote beschreibt die New York Times, wie sehr die Vereinigten Staaten damit zu kämpfen haben, mit Chinas Kombination aus Größe, Fähigkeiten, Infrastruktur und Kosten zu konkurrieren. Als Reaktion auf den Bericht, erklärte ein Apple-Sprecher der New York Times, dass Apple „ein Motor des Wirtschaftswachstums in den Vereinigten Staaten“ sei, der im vergangenen Jahr 60 Milliarden US-Dollar für 9.000 amerikanische Lieferanten ausgegeben habe, um 450.000 Arbeitsplätze zu unterstützen. Unser Artikelfoto zeigt den Teardown des Mac Pro 2013 von iFixit.

Kategorie: Mac

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