Apple muss keine 13 Milliarden Euro Steuernachzahlung tätigen

| 11:35 Uhr | 2 Kommentare

Im Jahr 2016 wurde Apple von der Europäische Kommission aufgefordert, dass das Unternehmen eine Steuernachzahlung in Höhe von 13 Milliarden Dollar an Irland zu zahlen hat. Für die EU stand fest, dass Apple in den letzten Jahrzehnten zu wenig Steuern an Irland gezahlt hatte. Mit ihrer Steuernachforderung von Apple ist die EU-Kommission vor Gericht zumindest vorerst gescheitert.

Apple muss keine 13 Milliarden Euro Steuernachzahlung an Irland zahlen

Die Europäische Kommission war vor Jahren zu dem Ergebnis gekommen, dass Apple Irland rund 13 Milliarden Dollar an Steuern schuldet. Irland selbst hatte sich geweigert, das Geld einzutreiben. Sowohl Apple und Irland sind der Meinung, dass in den letzten Jahrzehnten alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Die EU sah das jedoch anders. Apple CEO Tim Cook hatte die Meinung der Europäische Kommission als „politischen Mist“ bezeichnet.

Das Verfahren landete vor Gericht und am heutigen Tag fiel das Urteil des EU-Gerichtes. Im Streit um die Steuernachzahlung muss die EU-Kommission eine herbe Schlappe hinnehmen. Das EU-Gericht annullierte die Nachforderung. Das Verfahren könnt nun allerdings noch vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) landen.

In dem Streit zwischen Apple/Irland und der EU geht es um die Frage, welcher Anteil des in Irland angesammelten Geldes in dem Land hätte versteuert werden müssen. Apple ist der Ansicht, dass die Gewinne der irischen Tochterfirmen in erster Linie in den USA zu versteuern sind, da die eigentlichem Werte in den USA geschaffen werden. Apple Sales International sei lediglich für den Vertrieb außerhalb der USA zuständig gewesen. Wir rechnen fest damit, dass die EU-Kommission die nächst-höhere Instanz beauftragt, den Sachverhalt erneut zu bewerten.

(via Spiegel.de)

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2 Kommentare

  • Gast

    Das ist gut so , die EU könnte das Geld zwar gut gebrauchen aber
    so einfach sollte man es den Steuereintreibern nun wirklich nicht
    machen. Apple hatte eine Vereinbarung mit Irland. Das stand außer
    Frage und dagegen kann auch die EU nichts machen . Zudem hat
    man es jahrelang geduldet , warum auch immer.
    Das jetzt eine profilierungssüchtige EU Tante mächtig rabatzt
    macht , es gibt ja noch besser bezahlte Posten , ändert an der
    Sache nichts.
    Gutes Urteil ,was für viele Unternehmer in der EU wichtig ist.
    Verträge müssen auch bei Steuern und anderen Zahlungen
    verbindlich sein sonst kann man es gleich lassen.

    15. Jul 2020 | 12:32 Uhr | Kommentieren
    • Bananarama

      Die EU hätte das Geld nicht bekommen, sondern Irland. Die wollten es aber gar nicht.

      15. Jul 2020 | 16:59 Uhr | Kommentieren

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