Kartell-Anhörung: Tim Cook beantwortet Fragen vor Kongress

| 13:32 Uhr | 0 Kommentare

Apple, Google, Facebook und Amazon stehen nun schon länger unter einem wachsamen Auge der Wettbewerbsbehörden. Im Mittelpunkt steht die Marktmacht der vier Tech-Giganten und ob diese auf ihren Online-Plattformen potenziell wettbewerbswidrig handeln. Im Zuge einer Untersuchung sagten gestern die Führungskräfte der Unternehmen vor dem US-Repräsentantenhaus aus.

Fotocredit: Apple

Cook verteidigt den App Store

Noch vor der Anhörung erhielten wir gestern einen Ausblick auf Tim Cooks Ausführungen. Im Wesentlichen konzentrierte er sich auf Apples Geschäftspraktiken und wie diese nicht den Wettbewerb auf Online-Plattformen einschränken. Im Gegenteil: Das Unternehmen fördert alle Entwickler und machte das heutige Geschäft, wie wir es kennen, erst möglich.

Im Zuge der Anhörung kamen jedoch auch einige Fragen auf, die sich Apples CEO stellen musste. Cook wurde unter anderem mit Beschwerden von Entwicklern konfrontiert, mit denen der Ausschuss gesprochen hatte. Apple wurde vorgeworfen, seine App Store Richtlinien den Entwicklern nicht zugänglich zu machen, diese Regeln willkürlich durchzusetzen, Regeln durchzusetzen, die Apple zugutekommen und zwischen kleineren sowie größeren App-Entwicklern zu unterscheiden.

Als Antwort darauf erklärte Cook, dass Apple alle Entwickler gleich behandele, mit offenen und transparenten Regeln. „Wir legen großen Wert auf Datenschutz und Qualität. Wir schauen uns jede App an, aber die Regeln gelten für alle gleich.“ Cook versicherte, dass bestimmte Entwickler gegenüber anderen nicht bevorzugt werden und dass Apple alle Apps, ob klein oder groß, gleichermaßen überprüft.

In Bezug auf abgelehnte Apps wurden Beispiele genannt, auf die Cook nochmals gesondert eingehen sollte. Beispielsweise sorgte zuletzt die E-Mail-App „Hey!“ für eine Kontroverse, als diese die Gebühren für den App Store umgehen wollte. Das verstößt gegen Apples Richtlinien und führte zu einer Ablehnung der App. Der Entwickler regte sich daraufhin öffentlichkeitswirksam auf und passte die App so an, dass sie den Richtlinien entspricht. Zu beachten ist hierbei, dass der Entwickler Apples Empfehlung nachkam und seine App kostenlos machte, wobei es sich hier nur um eine kostenlose Testphase handelt. Die In-App-Gebühren musste er nicht zahlen, da Nutzer später auf die eigene Webseite gelotst wurden, wo sie einen kostenpflichtigen Account erstellen können. Dementsprechend gab sich Cook diesbezüglich recht wortkarg und verwies auf die erfolgreiche Zusammenarbeit.

Auch die Sperrungen von Kindersicherungs-Apps wurden thematisiert. Hier erklärte Cook, dass die Beschränkungen ausschließlich mit Blick auf die Sicherheit der Nutzer erfolgen. Doch auch hier konnten sich die Parteien einigen. So lenkte Apple ein, jedoch ohne auf den Datenschutz zu verzichten.

„Diese Apps nutzten eine Unternehmenstechnologie, die ihnen Zugang zu den hochsensiblen persönlichen Daten von Kindern verschaffte. Wir halten es nicht für in Ordnung, dass Apps Datenunternehmen dabei helfen, Werbung für Kinder zu verfolgen oder zu optimieren.“

Dann ging es um die Gebühren im App Store. Cook erklärte bereits in seinen Ausführungen, dass Apple seine Gebühren für den App Store seit der Einführung nicht erhöht hat, sondern vielmehr die Gebühren für Abonnements gesenkt und für bestimmte App-Kategorien Ausnahmeregelungen eingeführt hat. Darauf wollte die Kommission wissen, was Apple daran hindern würde, die Gebühren zu erhöhen. Cook erklärte, dass es auch für die App Store Betreiber einen Wettbewerb gibt, um Entwickler anzuziehen, genau wie es einen Wettbewerb gibt, um Kunden anzuziehen. Dabei verglich er den Kampf um Entwickler mit einem „Straßenkampf um Marktanteile“.

Der US-Kongress widmete sich noch weiteren Themen rund um den App Store, wie ihr im eingebundenen Video sehen könnt. Hier wurden auch weitere CEOs von großen Technologie-Unternehmen ausgefragt. Amazon-Chef Jeff Bezos wurde beispielsweise mit dem Vorwurf konfrontiert, dass Amazon Daten von Händlern nutzt, um seine eigenen Produkte besser verkaufen zu können. Dieser erklärte, dass es zwar interne Vorschriften dagegen gäbe, er könne aber nicht garantieren, dass diese nie verletzt worden seien. Derweil hatte Mark Zuckerberg alle Mühe die Rolle von Facebook herunterzuspielen und versuchte TikTok sowie YouTube mit ins Spiel zu bringen.

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Kategorie: Apple

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