Streit mit Epic: Apple vertraut auf bekannte Anwaltskanzlei

| 14:39 Uhr | 1 Kommentar

Epic und Apple befinden sich bekanntlich in einem recht hitzigen Kampf, wobei es um gekränkte Egos und vor allem viel Geld geht. So sorgt einmal mehr die 30 Prozent Abgabe im App Store für Unmut. In den letzten Tagen ist das Ganze eskaliert, was zu einer Klage von Epic gegen Apple führte. Somit muss sich Apple ab kommenden Montag vor Gericht wegen Vorwürfen des Kartellmissbrauchs verantworten, wobei das Unternehmen von einem alten Bekannten vertreten wird.

Gibson Dunn vertritt Apple vor Gericht

Epic legt sich mit den großen mobilen Plattformen an. Im Fokus der aktuellen Streitigkeiten steht abermals die 30 Prozent Abgabe im App Store und Google Play Store. In der jüngsten Fortnite-Version hatte Epic eine alternative Bezahlmöglichkeit integriert, um Apples und Googles Zahlungsabwicklung zu umgehen. Apple und Google reagierten und entfernten Fortnite aus den App Stores. Nun will Apple auch die Entwicklerkonten des Unternehmens sperren. Das gab Epic die benötigte Vorlage für eine Klage, die zeitnah folgte.

Um sich gegen die Kartellklage zu verteidigen, setzt Apple erneut auf die Anwälte von Gibson Dunn. Bereits beim Prozess rund um die Modems von Qualcomm war die Firma Apples Rechtsbeistand. Vertreten wird Apple im aktuellen Fall von Daniel G. Swanson und Richard J. Doren. Da passt es auch, dass ab kommenden Montag Qualcomms Lieblings-Anwaltskanzlei Cravath, Swaine & Moore Epic vor Gericht repräsentieren wird.

Apple wird laut eigenen Aussagen nicht klein beigeben. In einem Statement machte das Unternehmen deutlich, dass Epic für sein Problem selbst verantwortlich ist. Mit dem Verstoß gegen die Richtlinien des App Stores, denen Epic zugestimmt hat, folgte die Ankündigung für den Ausschluss vom Apple Developer Program.

(via FOSS Patents)

Kategorie: Apple

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1 Kommentare

  • Maurice

    Epic ist nicht bereit die 30% Abgaben zu zahlen, dann sollen die ihre Apps halt aus dem Appstore nehmen. Die werden schon genau wissen, warum sie das nicht machen. Die 70%, die übrig bleiben, sind immer noch eine extrem hohe Summe 😉

    Aber das Thema Epic und Apple hat sich ja zum Glück bald erledigt. Ich frage mich nur, wann Epic da dann wieder angekrochen kommt und die 30% für doch nicht schlimm erachtet, nachdem der erste Check von Apple ausgeblieben ist, oder erst der zweite 😉

    19. Aug 2020 | 14:53 Uhr | Kommentieren

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