Bloomberg: Apple wird den Epic-Prozess wahrscheinlich gewinnen, aber einige Zugeständnisse machen

| 18:33 Uhr | 0 Kommentare

Bereits vor der Gerichtsverhandlung von Apple und Epic Games zeichnete sich ab, dass der Spieleentwickler die denkbar schlechteste Methode gewählt hatte, um Apple anzugreifen. Bereits im Herbst zweifelte die zuständige Richterin an der Aufrichtigkeit der Klage, da Epic bewusst gegen Apples Richtlinien verstoßen hat, um einen Konflikt hervorzurufen. Nachdem wir nun einige Zeugenaussagen und interne Dokumente vorliegen haben, sieht es nicht besser für Epic aus. Wie Bloombergs Mark Gurman feststellt, könnte Apple dennoch einige Zugeständnisse in seinem App Store machen.

Apple wird wahrscheinlich gewinnen

Die allgemeine Meinung zum „Epic vs. Apple“-Fall ist, dass Apple gewinnen wird. Davon geht auch Mark Gurman von Bloomberg aus. Gurman analysiert die aktuelle Lage:

„Diese Woche scheint es, dass Epic nicht in der Lage war zu beweisen, dass die obligatorische Nutzung von Apples Bezahlsystem einen Missbrauch von Monopolmacht darstellt, und man hat nicht gezeigt, dass Apple ein schwerwiegendes wettbewerbswidriges Verhalten an den Tag legt. Die Zeugenaussagen von Epics Seite hat die Nadel anscheinend nicht bewegt. Ein Apple-Vertreter sagte, dass Epic seine Zeit vor Gericht mit irrelevanten Themen verbringt und weiterhin Zeugen aufruft, die letztendlich für Apples Darstellung hilfreich sind.“

Zugeständnisse im App Store

Doch auch wenn Apple erwartungsgemäß gewinnt, könnte es bald einige Änderungen im App Store geben. Gurman erklärt, dass Apples größtes kartellrechtliches Zugeständnis die Kehrtwende bei der 30-prozentigen Gebühr im App Store war. Apple senkte diese für 98 Prozent der Entwickler über sein Small Business Program auf 15 Prozent, was bedeutet, dass nur noch die allergrößten Entwickler den 30-prozentigen Satz zahlen.

Im Moment sind die Entwickler, die weniger als 30 Prozent zahlen müssen, diejenigen, die im vorangegangenen Kalenderjahr nicht mehr als 1 Million Dollar Umsatz gemacht haben. Laut Gurman ist es vorstellbar, dass das Unternehmen es Google gleichtut und diesen Rabatt für die erste Million Dollar, die in einem Kalenderjahr gemacht wird, für jeden Entwickler zulässt, unabhängig davon, wie viel er im Jahr zuvor umgesetzt hat.

Weiterhin geht Gurman davon aus, dass sich Apple mehr für Cloud-Dienste wie Google Stadia oder GeForce Now öffnen wird. Was andere Zahlungssysteme angeht, so könnte sich Apple womöglich bereit erklären, dass Entwickler ihr eigenes Zahlungssystem prominenter bewerben dürfen. Derzeit darf eine externe Zahlungsmethode nicht in einer App erwähnt werden.

Kategorie: Apple

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