Facebook umgeht Apples App Store-Gebühren mit Fan-Abos

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Facebook hat einen Weg gefunden, die 30-prozentige Gebühr von Apple auf In-App-Transaktionen zu umgehen. Am Mittwoch kündigte Mark Zuckerberg an, dass die Ersteller von Inhalten bald in der Lage sein werden, benutzerdefinierte Weblinks zu teilen, die ihre Fans dazu bringen, sie für Abonnements über das Facebook-eigene Zahlungssystem zu bezahlen.

Facebook umgeht Apples App-Store-Gebühren

Wenn sich ein Fan über den Link und nicht über das In-App-Abonnement von Apple anmeldet, behält der Ersteller vorerst das gesamte Geld abzüglich Steuern. Die Facebook-Abonnementfunktion, mit der Ersteller auf wiederkehrender Basis für den Zugang zu exklusiven Inhalten bezahlen können, ist in 27 Ländern verfügbar und für Ersteller zugänglich, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Viele dieser Links und die exklusiven Inhalte werden in der Facebook-App verteilt – Apple wird jedoch von diesem Geld nichts zu sehen bekommen. Facebook bewegt sich hier in einer Grauzone unter Apples Regeln für den App Store, obwohl ein Facebook-Sprecher sagte, dass das soziale Netzwerk davon ausgeht, dass sein Ansatz auf iOS schon immer erlaubt war. Der App Store verbietet es derzeit iOS-Apps, alternative Zahlungsoptionen für den Kauf digitaler Güter anzubieten. In diesem Fall ist es jedoch der Ersteller und nicht Facebook, der die Leute dazu auffordert, für ein Abonnement im Web zu bezahlen.

Zusätzlich dazu, dass Facebook bis mindestens 2023 keinen Anteil an den Abonnementtransaktionen kassiert, wird Facebook damit beginnen, Schöpfern einen Bonus zwischen 5 und 20 Dollar für jeden neuen Abonnenten zu zahlen – unabhängig davon, ob das Geld über den benutzerdefinierten Weblink oder über die Systeme von Apple und Google eingenommen wird.

Facebook macht sich eine Schwachstelle zunutze, die sich in Apples Einfluss auf die Zahlungen für iOS-Apps abzeichnet. Apple hat vor kurzem einen Rechtsstreit mit Entwicklern beigelegt, indem das Unternehmen ihnen erlaubte, Kunden direkt per E-Mail über alternative Zahlungsoptionen zu informieren. Zudem sieht sich Apple nach dem viel beachteten Rechtsstreit mit Epic Games mit noch mehr Einschränkungen konfrontiert. Nach Abschluss dieses Verfahrens ordnete die zuständige Richterin an, dass Apple den Entwicklern erlauben muss, Links zu externen Zahlungsmethoden einzurichten. Sie gab dem Unternehmen eine Frist bis zum 9. Dezember, um dem nachzukommen. Apple hat um eine Aussetzung gebeten, während gegen das Urteil Berufung eingelegt wird, doch die Richterin hat noch nicht über die Aussetzung entschieden.

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