5G-Chips: Apple setzt auf Vielfalt in der Zulieferkette

| 18:33 Uhr | 0 Kommentare

Apple befindet sich derzeit in Gesprächen mit Zulieferern und Fertigern, um bei der Entwicklung hauseigener 5G-Chips so vielfältig wie möglich aufgestellt zu sein. Gerüchten zufolge könnte diese erstmals im kommenden Jahr in Apple Produkte eingesetzt werden.

5G-Chips: Apple setzt auf Vielfalt in der Zulieferkette

Nachdem Apple und Qualcomm ihre Patentstreitigkeiten im Jahr 2019 beigelegt hatten, unterzeichneten beide Parteien einen mehrjährigen Vertrag, der vorsieht, dass Qualcomm Apple mit 5G-Chips beliefert. Hinter den Kulissen arbeiten die Ingenieure in Cupertino allerdings an einem eigenen 5G-Chip. Genau wie bei den A-Chips und M-Chips für iPhone, iPad und Mac möchte Apple schlicht und einfach auch bei den 5G-Chips unabhängiger sein.

Allerdings kann man nicht von heute auf morgen eigene 5G-Chips entwickeln. Neben dem Know-How (sprich: Patente) benötigt man auch entsprechende Materialien und Komponenten. Berichten zufolge verhandelt Apple mit ASE Technology, dem Eigentümer von Advanced Semiconductor Engineering (ASE) und Siliconware Precision Industries (SPIL), um die selbst entwickelten 5G-Modemchips zusammenzusetzen.

In dem Digitimes-Bericht heißt, dass ASE und SPIL beide Qualcomms Partner für die Fertigung von 5G-Modemchips für iPhones waren, einschließlich seines neuesten Snapdragon X65 5G-Modem-RF-Systems, das jetzt allerdings bei Samsung Electronics hergestellt wird.

Apple wird schätzungsweise mindestens 200 Millionen neue iPhones im Jahr 2023 ausliefern und wird sich sicherlich – basierend auf seiner regulären Lieferkettenmanagementrichtlinie für seine Geräte – auf mehrere Partner verlassen, um die Backend-Verarbeitung seiner internen 5G-Modemchips und HF-Transceiver-ICs zu übernehmen, so ein Informant.

Einen Großteil der Apple 5G-Chips wird vermutlich TSMC fertigen. Beide Unternehmen testen derzeit die Produktion von Apples hauseigenen Modemdesigns unter Verwendung des 5nm Prozesses von TSMC. Für die Massenproduktion soll allerdings auf die 4nm Technologie umgestellt werden.

Der 4nm Fertigungsprozess soll übrigens auch bei den A16-Chips der 2022er iPhone- und iPad-Modelle zum Tragen kommen. Im kommenden Jahr will TSMC auf die 3nm Technologie umsteigen.

(via Macrumors)

Kategorie: Apple

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