App Store Gebühren: Apple droht Milliardenklage in den Niederlanden

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Apple sieht sich mit einer neuen milliardenschweren Klage aus den Niederlanden konfrontiert. In der Klage wird dem Unternehmen vorgeworfen, für den Vertrieb von Apps und In-App-Abonnements überhöhte Gebühren zu verlangen, was dazu führt, dass Verbraucher zu hohe Preise im App Store bezahlen müssen.

Kritik an App Store Provisionen

An der Spitze der Klage steht die Consumer Competition Claims Foundation, die sich selbst als „unabhängige, gemeinnützige Einrichtung“ bezeichnet, die sich „für den Schutz der Verbraucher vor unlauteren Geschäftspraktiken und Verstößen gegen das Verbraucherrecht“ einsetzt. In der Klage wird Apple vorgeworfen, eine „marktbeherrschende“ Stellung mit „wettbewerbswidrigen Praktiken“ auszunutzen.

Consumer Competition Claims verweist auf die sogenannte „Apple-Steuer“, eine 15- oder 30-prozentige Provision, die Apple für alle digitalen Käufe im und über den App Store erhebt. Laut der Klage zwingt diese Provision die Entwickler dazu, die Preise für die Nutzer zu erhöhen. „iPhone- und iPad-Besitzer zahlen den Preis für Apples missbräuchliches App-Store-Monopol“, so die Klageschrift. Gegen Googles Play Store wurde bereits ähnlich argumentiert. Die Situation bei Apple ist jedoch noch komplizierter, da App-Entwickler im iOS-Kosmos keine Apps außerhalb des App Store vertreiben können.

Obwohl Apple bereits am 1. Januar 2021 die Gebühren für den Großteil der Entwickler verringert hatte, heißt es in der Klage, dass die Höhe der Provision einem Machtmissbrauch gleichkommt. Deshalb fordert Consumer Competition Claims, dass Apple die zu viel gezahlten Beträge zurückerstattet und den Prozentsatz der Gebühren anpasst. Zudem werden die Nutzer aufgerufen, eine Petition zu unterzeichnen und ihr Geld zurückzufordern. Die Foundation geht davon aus, dass die Klage zu Schadensersatzforderungen in Höhe von 5 Milliarden Euro für alle iPhone- und iPad-Benutzer in der EU führen wird.

Kategorie: App Store

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