Berufungsverfahren: Apple und Epic Games treffen sich im Oktober wieder vor Gericht

| 7:11 Uhr | 2 Kommentare

Über den Rechtsstreit zwischen Apple und Epic Games haben wir in den letzten Monaten ausführlich berichtet. Epic war mit seinem Versuch, Apple zu zwingen, App Stores von Drittanbietern unter iOS zuzulassen, weitgehend gescheitert. Apple muss im Zuge des Urteils jedoch Änderungen am App Store vornehmen. Sowohl Apple als auch Epic haben sich entschieden, gegen das ursprüngliche Urteil Berufung einzulegen, da keines der beiden Unternehmen mit dem Ergebnis zufrieden war. Die Berufungsanhörung wurde nun für den 21. Oktober angesetzt.

Berufungsverfahren zwischen Apple und Epic

Epic legt Berufung gegen die Entscheidung ein, dass der App Store kein Monopol ist, und argumentiert, dass es für Entwickler keine andere Möglichkeit gibt, iPhone-Apps zu verkaufen, als über Apple. Apple betont hingegen, dass Epic die erste Verhandlung aufgrund einer fehlerhaften Argumentation und „beispielloser“ sowie „unbegründeter“ Anschuldigungen wettbewerbswidrigen Verhaltens verloren hat und nicht wegen eines Rechtsfehlers, wie es Epic behauptet.

In der Gegenberufung argumentiert Apple weiterhin gegen die einstweilige Verfügung, die das Unternehmen dazu verpflichten würde, Änderungen im App Store vorzunehmen, um Entwicklern die Verwendung externer Zahlungsmethoden zu ermöglichen. Apple erklärte bereits, dass Epic nicht in der Lage war, einen irreparablen Schaden durch Apples Anti-Steering-Regeln nachzuweisen, die Entwickler daran hinderten, Kunden auf alternative Zahlungsmethoden zu verweisen.

Apple und Epic werden am 21. Oktober jeweils 20 Minuten Zeit haben, um ihre Argumente vor Gericht vorzutragen. Möglicherweise werden auch die Kartellabteilung des Justizministeriums (DOJ) und ein Vertreter von 35 US-Bundesstaaten zu Wort kommen. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob die zusätzlichen Parteien die Zulassung einer Anhörung beantragen werden.

Die Kartellabteilung des Justizministeriums hatte einen sogenannten Amicus-Brief eingereicht – eine Stellungnahme einer unbeteiligten Partei, die dem Gericht helfen soll, die richtige Entscheidung zu treffen. Obwohl die Stellungnahme des DOJ technisch gesehen neutral ist und als „zur Unterstützung keiner Partei“ bezeichnet wird, unterstützt sie laut 9to5Mac dennoch Epics Standpunkt. Auch der Anwalt, der für 35 Generalstaatsanwälte der Bundesstaaten spricht, soll auf Epics Seite stehen, was den Fall für Apple nicht einfacher machen wird. Es wird somit ein harter Rechtskampf werden, der voraussichtlich vor dem Obersten Gerichtshof der USA entschieden werden muss, denn eine endgültige Entscheidung dürfte im Berufungsverfahren nicht fallen.

Kategorie: Apple

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2 Kommentare

  • Gast1

    Wozu benötigt ein App Hersteller andere Zahlungsmethoden ? Es gibt Apple die alle Möglichkeiten der Zahlung abdecken und den Zahlungsvorgang sehr gut erledigen.
    Es sind die 30 oder 15% Provision , nein das ist es auch nicht denn jeder weiß das die Kosten für die kleinen Firmen deutlich über den 15% liegen würden und die Großen auch noch sparen wenn sie die Arbeit Apple erledigen lassen. Was ist also der Grund von Epic einen weiteren , unsicheren und für Kunden nicht nachvollziehbaren Weg zu gehen.
    Es gibt nur einen Grund der all dieses Theater rechtfertigt und das ist ?
    Es sind unsere Kundendaten die sie wollen und von Apple nicht bekommen. Sind die wirklich soviel Wert das man all diese Probleme auch später für die Kunden in Kauf nimmt , ja das sind sie wohl.
    Nur dann sollen sie es auch sagen und nicht auf andere Dinge schieben um ihre Gier noch zu tarnen.
    Apple gib uns die Daten der Kunden damit wir sie in Bares ( für Rares) umtauschen können. Der Kunde hat nichts davon aber das ist diesen Firmen ja egal .

    12. Aug 2022 | 8:41 Uhr | Kommentieren
  • T/r

    Es sind die 15-30% und die Daten der Kunde wird am Ende nix erhalten alles nur Schmierentheater

    12. Aug 2022 | 19:44 Uhr | Kommentieren

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