Apples Baseband Produktion könnte langwierig sein

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Der Analyst Brian Modoff von der Deutschen Bank gab in einem Schreiben an Investoren am Montag zu bedenken, dass man nicht allzu sehr auf die jüngsten Gerüchte setzen sollte, wonach Apple eine eigene Baseband-Chips für zukünftige iPhones planen würde. Derartige Spekulationen seien viel zu optimistisch und sie würden den Umfang eines solchen Vorhabens unterschätzen.

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Das Problem liege nicht an finanziellen Hürden – Apple könnte sich diese Investition definitiv leisten – sondern dem schieren zeitlichen Aufwand, den eine eigene Baseband-Planung und Herstellung erfordert. Modoff nennt einen Zeitraum von fünf Jahren, den ein Entwicklerteam bestehend aus 1.000 Ingenieuren benötigen würde. Diese „Herkulesaufgabe“ wird sich der Konzern nur sehr unwahrscheinlich aufgeladen haben, so der Analyst in seinem Hinweis.

Als Alternative hinter der jüngsten Einstellungwelle von Baseband- und anderen Spezialisten vermutet Brian Modoff, dass Apple eher die bestehende Technik anderer Anbieter für die Chips der A-Serie optimieren will. Eine weitere Möglichkeit liege in der Entwicklung eines neuen Wireless-Chips.

Mit dieser Stellungnahme reagierte die Deutsche Bank auf die aktuelle Gerüchtewelle, die behauptet, dass sich Apple möglicherweise von seinem Baseband-Zulieferer Qualcomm lösen möchte und mit der Entwicklung eines eigenen Baseband-Systems beginnen wird oder schon begonnen hat.

So hatte der Konzern vor knapp über einer Woche zwei hochrangige Experten von Broadcom abgeworbenDiese Strategie setzt eine Welle von Neueinstellungen fort, die sich nun schon über drei Jahre zieht und bei der Apple mindestens 30 Experten für Baseband Software und Hardware von Herstellern wie Broadcom und Qualcomm abgeworben hat. Darüber hinaus hält der Konzern noch 50 offene Stellenanzeigen im Bereich Funktechnik – Grund genug also für Spekulationen über neue Projekte.

Analyst Modoff stellt sich mit seinem Schreiben nicht als Einziger den Gerüchten entgegen. In der vergangenen Woche hatte der JP Morgan-Experte Rod Hall auf die enormen Schwierigkeiten verwiesen, die eine Baseband-Produktion mit sich bringen würde. Als Zeitrahmen setzte er allerdings nur zwei Jahre an, wesentlich weniger als Modoffs fünf Jahre. (via)

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