Mehr Sicherheit für den Mac notwendig?

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Digitale Bedrohungen, wie Viren und Malware sind ein nahezu exklusives Feature für Windows-Nutzer. Für den Mac genügen regelmäßige Sicherheitsupdates, ansonsten muss sich über die Sicherheit des Betriebssystems kaum Sorgen gemacht werden.

So oder zumindest so ähnlich denken viele Mac OS X Nutzer, wobei es in den letzten Jahren immer mal wieder kleine Ausnahmen gab. Leider ist, die früher als Nischenprodukt gesehene Plattform, nicht nur bei dem Konsumenten beliebter geworden. Mit der gestiegenen Popularität von Apples OS X, haben sich auch Cyberkriminelle für das Betriebssystem entschieden, jedoch nicht für die private Nutzung, sondern als Zielscheibe für Computerviren, Trojanern, Würmern oder Spyware.

Apple Sicherheit

 

Die Bedrohung aus dem Internet ist glücklicherweise lange nicht so weit verbreitet, wie es auf Microsofts Windows Plattform der Fall ist. Dies liegt auch an dem Sicherheitskonzept von Apple, welches eine gute Voraussetzung mitbringt, Viren und Trojanern das Leben schwer zu machen. Ob ihr Auf Antiviren-Software etc. setzen möchtet, könnt nur ihr entscheiden.

So wurde Anfang 2012 mit dem Flashbot-Botnet ein Netzwerk entdeckt, welches aus 600.000 infizierten Computern bestand, die als Betriebssystem Mac OS X installiert hatten.

Weiterhin wird ein wichtiger Aspekt des Themas oft nicht genügend Beachtung geschenkt. Viele Mac Nutzer versenden unwissentlich Schadsoftware per Datenübertragungen. So könnte beispielsweise eine weitergeleitete eMail an einem Kunden, schadhaften Programm-Code im Anhang enthalten. Auf dem Mac ist kein Schaden entstanden, verwendet der Empfänger Windows als Betriebssystem, hat dieser hoffentlich einen aktuellen Virenscanner aktiviert.

Aus diesen Gründen haben sich Sicherheitsfirmen von Antiviren Produkten dem Mac zugewandt und umfangreiche Software-Suiten veröffentlicht. Die Firmen bieten Lösungen von einfachen Viren-Scannern, bis zu umfangreichen Sicherheitszentralen mit Zusatzfunktion. Je nach Wahl, wird mit der Software der eMail Verkehr und die Surf-Aktivitäten in Echtzeit überwacht. Firewalls kontrollieren währenddessen die aufgebauten Verbindungen und lassen neue zu oder blockieren unerlaubte Zugriffe. Wer Zusatzfunktionen, wie Werbe-Blocker oder Cloud-Speicher benötigt, findet im Angebot auch Lösungen, die über einen traditionellen Virenscanner hinausgehen.

Kaspersky, Norton, McAfee oder Bitdefender sind nur einige Anbieter, die vielen schon aus der Windows-Welt bekannt sein dürften. Die Auswahl ist groß und der Funktionsumfang ist je nach Einsatzgebiet sogar zu umfangreich. Die Sicherheits-Suite, sollte den persönlichen Einsatzzweck entsprechend gewählt werden. Neuere Systeme mit großzügig ausgestatteten RAM und schnellen SSD Speicher, können einen geringen Leistungs-Verlust für die Sicherheits- und Zusatzfunktionen leicht verschmerzen. Besitzer von älteren Systemen, sollten bei der Auswahl auch diesen Aspekt berücksichtigen.

Einen guten Überblick mit Funktionsbeschreibungen für empfehlenswerte Antiviren-Software ist auf dem Portal von Netzsieger zu finden, ein Vergleich von Netzsieger dazu gibt es hier. Dort werden die aktuell auf dem Markt erhältlichen Anbieter aufgeführt und bewertet. Mit sieben ausführlich getesteten Virenscannern, finden sich die bekanntesten Anbieter im Testfeld wieder.

Ein großer Sicherheitsaspekt, den Windows-User erst spät zu schätzen gelernt haben, ist die Nutzung eines nicht-administrativen Benutzerkontos. Getreu nach dem Motto: “Wer keine entsprechenden Rechte hat, der kann auch keine Schadsoftware installieren“, sollte die Berechtigungen des Administrators nur mit Bedacht verwendet werden.

Weiterhin ist es ratsam, Hinweise von Programmen oder dem Browser, die nach Zusatzsoftware oder Plug-ins fragen, genau abzuwägen. Beispielsweise sollte die beliebte Aufforderung einer DirectX Installation, auf einem Mac mit einem Lächeln verweigert werden.

Unabhängig von dem Betriebssystem und dem Sicherheitskonzept, bleibt als Fazit, an die Vernunft der Nutzer zu appellieren. Daten aus Quellen, wie Tauschbörsen oder dubiosen Netzwerken sollten generell kein großes Vertrauen entgegengebracht werden. Seht immer zu, dass euer System, eure Plugins sowie die installierten Programm auf dem Neusten Stand sind. Bestes Beispiel hierfür ist Flash. Adobe warnt derzeit vor einer Sicherheitslücke und wir können euch nur dringend empfehlen, auf die jüngste Adobe Flash Version zu aktualisieren. Apple hat parallel dazu eine Sicherheitsmaßnahme ergriffen und blockiert veraltete Flash Plug-Ins und zwingt Anwender zum Update.

Kategorie: Mac

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