Apple entwickelt widerwillig Anti-Spam-App für Indien

| 17:56 Uhr | 0 Kommentare

Die indische Regulierungsbehörde für Telekommunikation (TRAI) arbeitet schon länger an einer App, die Spam-Nachrichten sammeln soll, um diese an eine zuständige Behörde weiterzuleiten. Anschließend kann in Zusammenarbeit mit den Mobilfunkanbietern die Kommunikation der Spam-Versender verhindert werden. Apple war von der Idee der sogenannten „Do Not Disturb“(DND) App nicht begeistert, da sie den hohen Datenschutzstandard des Unternehmens nicht erfüllt. Angesichts der Drohung, das iPhone aus Indien zu verbannen, hat Apple nun angeblich zugestimmt, die von der Regierung sanktionierte App auf seiner Plattform zu implementieren.

Indien wird noch komplizierter für Apple

Es ist ein ständiges Hin und Her, wenn es um die Kooperation zwischen Apple und der indischen Regierung geht. Nachdem Apple im letzten Jahr klar signalisiert hatte, dass man in iOS keine Möglichkeit implementieren wird, die Anruf- und SMS-Protokolle für Dritte offenlegt, sah es später danach aus, dass man einen Kompromiss finden könnte. Die Kompromissbereitschaft der beiden Parteien war jedoch schnell aufgebraucht, womit wir wieder eine Pattsituation hatten. Nun kommt wieder Bewegung in das Gerangel und Apple scheint hierbei nicht als Sieger hervorzugehen.

So vermutet Business Standard das die indische Regulierungsbehörde von den Mobilfunkbetreibern des Landes verlangte, das iPhone nicht mehr zu unterstützen. Mit diesem harten Argument stehen nun wieder alle Anzeichen auf eine DND-Anwendung für iOS, die Apple angeblich derzeit entwickelt. Ob die Regulierungsbehörde bei der Umsetzung zu Kompromissen bereit ist, bleibt fraglich.

Im Moment hat es Apple in Indien ohnehin nicht einfach. So konnte das Unternehmen vom begehrten indischen Smartphone-Markt laut einer Marktanalyse im zweiten Quartal 2018 gerade einmal ein Prozent für sich in Anspruch nehmen. Dass auch noch drei Verkaufsleiter aus der Indien-Führungsetage neu besetzt werden müssen, wird bei er aktuellen Lage ebenfalls nicht hilfreich sein. Apples Ziel ist jedoch weiterhin, in dem Land Fuß zu fassen. Hierfür hat man gerade erst mit Fertigungspartner Wistron die lokale Produktion des iPhone 6s gestartet.

Kategorie: Apple

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