iPhone 2018: A12 Chip bringt großen Performanceschub und längere Akkulaufzeit

| 12:51 Uhr | 1 Kommentar

Wir stehen kurz vor der Einführung der 2018er iPhones. Mit dem neuen Lineup wird auch wieder ein neuer System-on-Chip (SoC) kommen. Mit dem A11 Bionic hatte Apple letztes Jahr wieder einen deutlichen Sprung in der Geschwindigkeit und Effizienz machen können. Nun steht der A12 an, der derzeit von TSMC produziert wird. Wenn wir einen Blick auf die Verbesserungen früherer SoCs werfen und auf den aktuellen Stand der Fertigungstechnologie projizieren, können wir eine ziemlich gute Vorstellung davon bekommen, was uns mit dem A12 erwartet.

Umstieg auf 7-nm-Prozess ermöglicht neuen Performancesprung

Der A11 Bionic im iPhone 8, 8 Plus und X wird mit dem 10-nm-Herstellungsverfahren von TSMC produziert. Der A12 wird hingegen mit einem neuen 7-nm-Verfahren hergestellt. Somit werden die neuen iPhones, eine der ersten weit verbreiteten Verbraucherprodukte sein, die mit einem 7-nm-Verfahren hergestellt werden.

Der feinere Fertigungsprozess bedeutet jedoch nicht, dass Apple den A11 einfach schrumpfen lässt und als A12 verkauft. Vielmehr wird der Platz für eine komplexere Struktur verwendet. Wo der A11 mit 4,3 Milliarden Transistoren aufwarten konnte, schätzt Macworld, dass die Anzahl der A12-Transistoren zwischen 5,5 und 6 Milliarden liegen wird. TSMC spricht in diesem Zusammenhang von einer Geschwindigkeitsverbesserung in Höhe von 20 bis 30 Prozent. Weiterhin stellt der taiwanische Hersteller einen verringerten Leistungsverbrauch in Aussicht, der beeindruckende 40 Prozent betragen soll, was die Akkulaufzeit enorm steigern könnte.

Der A11 Bionic wird von zwei Hochleistungs-CPU-Kernen (Codename „Monsoon“) mit einer maximalen Taktfrequenz von ca. 2,39 GHz betrieben. Für Aufgaben, die keine Höchstleistung verlangen, springen bei dem A11 vier leistungsschwächere und energieeffizientere Kerne (Codename „Minstral“) ein. Das spart Leistung und somit Akkulaufzeit. Die Technik soll Apple für den A12 weiter verbessert haben, wobei die höhere Transistorzahl zur Verbesserung der Leistung und des Wirkungsgrades genutzt wird. Mehr als eine Taktrate von 2,5 GHz für die zwei Hochleistungs-CPU-Kerne wird aufgrund der Bauweise des iPhones jedoch schwer umsetzbar sein.

Erhöhte GPU-Leistung und eine bessere KI

Neben der CPU bietet Apples SoC auch eine GPU. Der A11 Bionic verfügte über einen völlig neuen Grafikchip mit drei Kernen, der erstmals von Apple in Eigenregie entwickelt wurde. Der A12 wird wahrscheinlich einen vierten GPU-Kern erhalten und die Architektur leicht verbessern, was laut einer Hochrechnung in einer Verbesserung der Grafikleistung um etwa 40 Prozent resultiert.

Natürlich kümmert sich der A12 noch um eine Vielzahl anderer Aufgaben, wie beispielsweise die Verarbeitung von Machine-Learning-Funktionen, die Siri schlauer machen sollen. Im Vergleich zum A11 geht Macworld davon aus, dass die „Neural Engine“ im A12 doppelt so schnell arbeiten wird. In unserem Artikelbild seht ihr, wie die neuen iPhones aussehen könnten. Hierbei handelt es sich jedoch um Dummy-Modelle, die einen inoffiziellen Blick auf das neue Lineup ermöglichen.

Kategorie: iPhone

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1 Kommentare

  • Thomas

    Also in der Überschrift einen „Fakt“ andeuten und dann in der ganzen Meldung ausschließlich hochrechnen und spekulieren. Naja…..

    Das der Sprung von 10 auf 7 Performance und/oder Energieeinsparung bringt, ist ja logisch. Aber warum sollte das enorme Auswirkungen auf die Akkulaufzeit haben? Der Prozessor ist in vielen Dingen doch heute eher der „Kleinverbraucher“. Den größten Anteil an der Laufzeit hat sicherlich das Display.

    28. Aug 2018 | 12:59 Uhr | Kommentieren

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