WhatsApp-Mitbegründer fordert Nutzer auf Facebook zu löschen

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Vor fast einem Jahr forderte WhatsApp-Mitbegründer Brian Acton die Nutzer öffentlich auf, ihre Facebook-Accounts zu löschen. Jetzt erneuert Acton diese Forderung und kritisiert gleichzeitig Technologie-Unternehmen für bestimmte Datenschutz- und Moderationshaltungen.

„Willkürliche Unternehmensentscheidungen“

Facebook erwarb WhatsApp im Jahr 2014 für satte 16 Milliarden US-Dollar und holte die Mitbegründer Jan Koum und Brian Acton mit ins Boot. Acton verließ das Unternehmen jedoch 2017 aufgrund der wachsenden Spannungen zwischen WhatsApp und der Facebook-Führung. Vor knapp einem Jahr sorgte Acton für Aufsehen, als er Nutzern empfahl, ihre Facebook-Accounts zu löschen.

Wie BuzzFeed News berichtet, sprach Acton letzte Woche während eines Informatikkurses an der Stanford University zusammen mit der ehemaligen Facebook-Mitarbeiterin Ellora Israni über die Technologie-Branche und kritisierte dabei erneut die großen Konzerne.

Acton sprach unter anderem über die Beziehungen zwischen Plattformbetreibern und dem Ausland. So forderte beispielsweise die chinesische Regierung die Unternehmen auf, Benutzerdaten auf lokalen Datenservern zu speichern. Bei der Gelegenheit merkt Acton an, dass „viele dieser Unternehmensentscheidungen willkürlich und launisch getroffen werden.“

Beim Thema Moderation von Inhalten erklärte Acton, dass Unternehmen wie Google, Apple und Twitter damit zu kämpfen haben, die Inhalte zu filtern:

„Um brutal ehrlich zu sein, kämpfen die kuratierten Netzwerke – die offenen Netzwerke – damit, zu entscheiden, was Hassrede und was nicht Hassrede ist. …. Apple kämpft damit, zu entscheiden, was eine gute App und was eine schlechte App ist. Google kämpft mit der Frage, was eine gute Website und was eine schlechte Website ist. Diese Unternehmen sind nicht gerüstet, um diese Entscheidungen zu treffen.“

Acton kommt zu dem Schluss, dass die Nutzer die Macht haben etwas zu ändern. Doch bisher unterstützen sie Firmen wie Facebook, was letztendlich die Konzerne in ihrem Handeln bestärkt. Deswegen erinnert er auch an seinen Aufruf, Facebook zu löschen.

Kategorie: App Store

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