Apples Ex-Designchef Jony Ive spricht über seine Freundschaft mit Steve Jobs

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Heute, am 5. Oktober, ist es 10 Jahre her, dass Steve Jobs im Alter von 56 Jahren verstorben ist. Zur Erinnerung an diesen Tag vor 10 Jahren hat der ehemalige Apple-Designchef Jony Ive im Wall Street Journal Magazine einen Artikel verfasst, in dem er sich an seine Freundschaft mit Steve Jobs erinnert.

Jony Ive / Fotocredit: Apple

Jony Ive spricht über seine Beziehung zu Steve Jobs

Ive schreibt, dass er jeden Tag an den verstorbenen Apple-Mitbegründer denkt, auch wenn er seit seiner Trauerrede 2011 nicht mehr öffentlich über seine Freundschaft mit Jobs gesprochen hat:

„Ich habe kaum über Steves Tod nachgedacht.

Meine Erinnerungen an diesen brutalen, herzzerreißenden Tag vor 10 Jahren sind zerstreut und unzusammenhängend. Ich kann mich nicht daran erinnern, zu seinem Haus gefahren zu sein. Ich erinnere mich an einen dunstigen Oktoberhimmel und an zu enge Schuhe. Ich erinnere mich, dass Tim und ich danach lange Zeit still im Garten zusammensaßen.

Seit ich Steves Trauerrede gehalten habe, habe ich nicht mehr öffentlich über unsere Freundschaft, unsere Abenteuer oder unsere Zusammenarbeit gesprochen. Ich habe nie die Flut von Titelblättern, Nachrufen oder die bizarren Falschdarstellungen gelesen, die in die Geschichte eingegangen sind.

Aber ich denke jeden Tag an Steve.“

Ive schreibt, dass er weiterhin eng mit Jobs‘ Frau Laurene befreundet ist und dass sie häufig miteinander sprechen:

„Laurene und ich stehen uns nahe. Unsere Familien sind sich seit fast 30 Jahren nahe. Wir haben Todesfälle miterlebt und Geburten gefeiert. Wir reden ständig, oft über Steve, aber selten über meine Arbeit mit ihm. Meistens sprechen wir über die Zukunft und ihre außergewöhnliche und inspirierende Arbeit mit dem Emerson Collective.“

Ive reflektiert in seinem Bericht auch darüber, wie es war, mit Jobs bei Apple zu arbeiten, der immer mehr „lernen wollte“ als „Recht haben zu wollen“.

„In größeren Gruppen konzentrieren sich unsere Gespräche auf das Greifbare, das Messbare. Es ist bequemer, einfacher und gesellschaftlich akzeptabler, über Bekanntes zu sprechen. Für Steve waren Neugier und das Ausprobieren von Ideen viel wichtiger als soziale Akzeptanz.

Unsere Neugierde verlangt, dass wir lernen. Und für Steve war der Wunsch zu lernen viel wichtiger als der Wunsch, Recht zu haben.

Unsere Neugierde verband uns. Sie bildete die Grundlage für unsere freudige und produktive Zusammenarbeit. Ich glaube, sie milderte auch unsere Angst, etwas erschreckend Neues zu tun.

Steve beschäftigte sich mit der Natur und der Qualität seines eigenen Denkens. Er erwartete so viel von sich selbst und arbeitete hart daran, mit einer einzigartigen Vitalität, Eleganz und Disziplin zu denken. Seine Strenge und Hartnäckigkeit legten die Messlatte schwindelerregend hoch. Wenn er nicht zufriedenstellend denken konnte, beklagte er sich auf die gleiche Weise, wie ich mich über meine Knie beschweren würde.“

Ive spricht auch seine Entscheidung an, Apple zu verlassen und seine eigene Designfirma LoveFrom zu gründen, die es ihm nun ermöglicht, direkt mit Laurene Powell Jobs zu arbeiten:

„Als Steve Apple in den achtziger Jahren verließ, nannte er seine neue Firma NeXT. Er war sehr gut mit Namen.

Nach fast 30 Jahren verließ ich Apple, angetrieben von meiner Neugierde zu lernen und neue Wege zu entdecken, um einen nützlichen Beitrag zu leisten. Es ist Steves starke Motivation, die den Namen meines nächsten Abenteuers, LoveFrom, geprägt hat.

Ich habe das absurde Glück, dass ich immer noch mit meinen lieben Freunden bei Apple zusammenarbeite, aber ich habe auch das große Glück, dass ich mit einigen neuen Freunden etwas erforschen und erschaffen kann.

Laurene und ich arbeiten endlich zusammen. In Wahrheit arbeiten wir schon seit Jahrzehnten zusammen.“

Ives Erzählungen sind sehr berührend und gehen noch auf weitere Einzelheiten der freundschaftlichen Beziehung ein. Den lesenswerten Artikel findet ihr auf der Webseite des Wall Street Journals.

Kategorie: Apple

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