US-Sammelklage gegen Apple: FaceTime-Bugs in iOS 6 sollen User zum Update auf iOS 7 gezwungen haben

| 16:05 Uhr | 0 Kommentare

Die Liste an kuriosen Klagen gegen Apple wird immer länger. Nachdem Apple zuletzt dafür verklagt wurde, dass sich das iPhone im Fahrzeug bedienen lässt, behaupten nun Anwender, dass Apple die FaceTime App unter iOS 6 absichtlich unbrauchbar gemacht hat, um ein Update auf iOS 7 zu erzwingen. Oder ist doch etwas an den Behauptungen dran?

FaceTime: Wurden Anwendern zum Update auf iOS 7 gezwungen?

In der Tat gab es im Jahr 2014 Probleme mit FaceTime unter iOS 6. Apple bestätigte die Probleme und begründete diese mit einem abgelaufenen Gerätezertifikat. Gleichzeitig empfahl Apple seinen Anwendern auf iOS 7 zu aktualisieren. Geräte, die nicht mit iOS 7 kompatibel sind, sollten auf iOS 6.1.6 aktualisiert werden. Mit diesen Versionen traten die Probleme nicht auf.

Holen wir etwas weiter aua. Um zum damaligen Zeitpunkt FaceTime-Gespräche zu ermöglichen, setzte Apple auf zwei Technologien. Apple nutzte eine Direktverbindung, die möglicherweise VirnetX-Patente verletzt hat und auf eine Verbindung, die über einen unabhängigen Server gewährleistet wurde. Um weniger auf die Peer-to-Peer-Verbindungen zu setzen, immerhin war man im Patentstreit mit VirnetX, leitete Apple die FaceTime-Gespräche auf bei Akamai gemietete Server um. Dies hatte jedoch zur Folge, dass Apple im ersten Jahr 50 Millionen Dollar Servergebühren zahlen musste.

Mit iOS 7 führte Apple eine neu entwickelte Peer-to-Peer-Verbindung ein, die weder die VirnetX-Patente verletze noch die Akamai-Server benötigte. Nun wird Apple mit einer Sammelklage vorgeworfen, dass man absichtlich Fehler in FaceTime unter iOS 6 implementiert hat, um Anwender zum Update auf iOS 7 zu zwingen und so Gebühren zu sparen. Der Klage zufolge beschweren sich die klagenden Anwender, dass iOS 7 ihr iPhone 4 und iPhone 4S verlangsamt und nahezu unbrauchbar gemacht hat. Es ist nicht bekannt, wie hoch der Schadensersatz ist, den die Kläger fordern.

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