TikTok-Streit: China wirft den USA Einschüchterung vor und droht US-Unternehmen

| 17:55 Uhr | 0 Kommentare

Gestern berichteten wir über Microsofts Bemühungen, TikTok in den Vereinigten Staaten zu kaufen. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump gedroht, die Video-Plattform in den USA zu verbieten, solange der Dienst in chinesischer Hand ist. Das hat nun die chinesische Regierung verärgert, die das Verhalten von Trump als „pures Mobbing“ bezeichnet. Dabei könnte die angespannte Situation auch Apple schaden.

Der Handelskrieg geht weiter

Die Spannungen zwischen den USA und China nehmen wieder zu. Nachdem letzte Woche Gerüchte über einen möglichen Deal aufgekommen waren, hatte Microsoft öffentlich seine Absicht bestätigt, das Videoportal TikTok in den Vereinigten Staaten und mehreren anderen Gebieten zu kaufen. Zuvor liebäugelte US-Präsident Donald Trump damit, das Videoportal in den USA zu verbieten, da der chinesische Besitzer potenziell Daten von US-Bürgern an die chinesische Regierung schleusen könnte.

Das stößt nun der chinesischen Regierung auf, wie Reuters berichtet. So erklärte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums, dass die Drohung „gegen die Prinzipien der Marktwirtschaft und gegen die Prinzipien der Welthandelsorganisation“ verstoßen würde. Chinesische Staatsmedien äußern ebenfalls scharfe Kritik und sprechen davon, dass China den „Diebstahl“ eines chinesischen Technologieunternehmens durch die USA nicht akzeptieren wird. Weiterhin heißt es, dass das Land „viele Möglichkeiten“ habe, sich zu rächen. Und hier könnte es problematisch für Apple werden.

Unter Beobachtern wächst die Besorgnis, dass Apple zum wahrscheinlichen Schwerpunkt jeglicher Gegenmaßnahmen Chinas werden könnte. Angesichts der Tatsache, dass Google und Facebook in China bereits verboten sind, stellt Apple tatsächlich die offensichtliche Zielscheibe von den Gegenmaßnahmen dar. Bereits im Mai drohte China im Zuge der Handelsstreitigkeiten Apple und andere US-Unternehmen auf die Liste „unzuverlässiger Firmen“ zu setzen. Das würde bedeuten, dass Apple mit Beschränkungen auf dem chinesischen Markt rechnen müsste. Dazu gehören intensive staatliche Prüfungen, die das Tagesgeschäft drastisch einschränken könnten.

Auch wenn diese Drohung gefährlich anmutet, so sieht zumindest die Global Times derweil keine allzu große Gefahr für Apple. Die Zeitung erklärte, China sei „nur begrenzt in der Lage“, den chinesischen Unternehmen Schutz zu gewähren, indem es Vergeltungsmaßnahmen gegen US-Unternehmen ergreife, weil die Vereinigten Staaten über technologische Überlegenheit und Einfluss bei ihren Verbündeten verfügten. Stattdessen schlug die China ansässige Zeitung vor, dass die Öffnung Chinas nach außen Priorität haben sollte.

Kategorie: App Store

Tags: ,

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

iPhone 12 (Pro) bestellen

ohne Vertrag im Apple Online Store

iPhone 12 (Pro) bei der Telekom
iPhone 12 (Pro) bei Vodafone
iPhone 12 (Pro) bei o2

JETZT: iPhone 12 vorbestellen