Twitter verklagt Elon Musk im Übernahmestreit

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Elon Musk bestätigte letzte Woche, dass er den mit Twitter geschlossenen Vertrag, in dem er zusagte, die Social-Media-Plattform für 44 Milliarden Dollar zu kaufen, offiziell aufgibt. Wie The Verge berichtet, verklagt Twitter nun Musk wegen Nichteinhaltung der Vereinbarung.

Rechtsstreit um Twitter-Übernahme

Im April dieses Jahres machte Tesla-Chef Elon Musk ein Übernahmeangebot für Twitter. Dann legte er die Twitter-Übernahme im Mai „vorübergehend auf Eis“, da er der Behauptung von Twitter nicht glaubt, dass Fake- und Bot-Konten weniger als fünf Prozent der Nutzer ausmachen.

Zwei Monate später verkündete Musk, dass er die Social-Media-Plattform nicht mehr übernehmen will, da Twitter den vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen sei. Wie der Tesla-CEO später erklärte, habe er angeforderte Geschäftsinformationen nicht erhalten. Hiermit bezieht er sich wahrscheinlich auf detaillierte Informationen zu den Fake- und Bot-Konten.

Twitter-Vorstand Bret Taylor zeigte sich aufgrund der geplatzten Übernahme wenig begeistert und gab zu verstehen, dass Twitter nach wie vor den Deal mit Musk zu den vereinbarten Konditionen abschließen möchte. Notfalls würde man die Sache vor Gericht klären, wofür jetzt die Weichen gestellt werden.

In einer Klage, die am Dienstag beim Delaware Court of Chancery gegen Musk eingereicht wurde, behauptet Twitter, dass der Milliardär sich weigert, seine „Verpflichtungen“ zu erfüllen, wenn es um die Anfang des Jahres getroffene Vereinbarung geht.

Die ursprüngliche Vereinbarung enthielt eine Strafklausel in Höhe von 1 Milliarde Dollar für den Fall, dass Musk aus dem Geschäft aussteigt. Es ist jedoch nicht so einfach, aus einer Fusionsvereinbarung auszusteigen, und Twitter möchte nun, dass Musk dazu verpflichtet wird, die 44 Milliarden Dollar teure Übernahme abzuschließen.

Bevor Musk seine Kaufabsichten für Twitter bestätigte, hatte er bereits fast 3 Milliarden Dollar in die Social-Media-Plattform investiert, was ihm etwa 10 Prozent der Unternehmensanteile einbrachte. Einige Wochen später akzeptierte Twitter das Angebot von Musk im Rahmen eines Geschäfts, das noch in diesem Jahr abgeschlossen werden sollte.

Twitter behauptet, dass Musk nie nach der Anzahl der Spam-Konten gefragt hat, bevor die Vereinbarung getroffen wurde. Das Unternehmen drängt nun darauf, den Fall im September vor Gericht zu bringen, also einen Monat vor Ablauf der „Drop-dead“-Frist. Musk zeigt sich derweil gewohnt amüsiert und weist darauf hin, dass jetzt die Informationen zu den Fake- und Bot-Konten vor Gericht offengelegt werden müssen.

Kategorie: Allgemein

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