Gesichtserkennung: 3D-Druck hält Android-Smartphones zum Narren – iPhone X zeigt sich unbeeindruckt

| 19:33 Uhr | 1 Kommentar

Forbes stellte kürzlich einige Gesichtserkennungssysteme mit einem 3D-Druck auf die Probe. Dabei wurde geprüft, ob das iPhone X und vier Android-Smartphones, wie beispielsweise das Samsung S9, ein 3D-Modell eines Kopfes als echt ansehen. Das Ergebnis war eindeutig: Alle Android-Smartphones sahen den 3D-Druckkopf als „Original“ an, nur das iPhone X ließ sich nicht austricksen.

3D-Druck trickst Android-Smartphones aus

Bei dem 3D-Druck handelt es sich um eine aufwendige Kopie des Kopfes der Testperson. Hierfür wurden 50 Kameras genutzt, die zusammengefasst ein komplexes 3D-Bild des Kopfes erstellten. Dieses wurde anschließend in einem 3D-Drucker ausgedruckt. Somit entstand eine Kopie des Gesichts, welches die Smartphones zuvor von der Testperson eingescannt hatten.

An dem Test haben das iPhone X und vier Android-Smartphones teilgenommen. Namentlich das LG G7 ThinQ, Samsung S9, Samsung Note 8 und das OnePlus 6. Schnell zeigte sich, dass es die Android-Smartphones nicht so genau mit der Sicherheit nahmen und nach einem Scan des 3D-Drucks anstandslos den Zugang gewährten. Das iPhone X war jedoch nicht zu überzeugen und verwehrte den Zugang.

Den Android-Herstellern ist das Sicherheitsproblem durchaus bewusst. So warnt LG beispielsweise bei der Inbetriebnahme des G7 davor, die Gesichtserkennung überhaupt einzuschalten. Hier heißt es, dass mit der Gesichtserkennung, das „Smartphone weniger sicher ist“. Auch Samsung weist darauf hin, dass die Gesichtserkennung nicht sicher ist:

„Dein Smartphone könnte von jemandem oder etwas entsperrt werden, das aussieht wie du.“

Apple setzt auf Sicherheit

Es ist seit langem bekannt, dass viele Implementierungen der Gesichtserkennung unter Android-Smartphones weniger sicher sind, als das Face-ID-System von Apple. Wir erinnern uns beispielsweise an ein Galaxy Note 8, das mit einem Foto ausgetrickst werden konnte.

Die Qualitätsunterschiede zu Face ID sind größtenteils auf die TrueDepth-Kamera zurückzuführen. Die TrueDepth-Kamera besteht aus einem komplexen System. So setzt Apple unter anderem auf einen Punktprojektor, der über 30.000 unsichtbare Punkte auf das Gesicht projiziert, um ein einzigartiges 3D-Bild davon zu erstellen. Die Infrarotkamera liest das Punktemuster, nimmt ein Infrarotbild auf und sendet die Daten an die Secure Enclave des iPhones oder iPads, um eine Übereinstimmung zu bestätigen.

Allerdings ist es einem Sicherheitsunternehmen bereits gelungen, mit einer noch aufwendigeren Maske Face ID zu überlisten. Am Ende bleibt eine solche Maske alles andere als alltagstauglich, da erst einmal die Daten des Besitzers benötigt werden. Apple deklariert Face ID mit einer Fehlerrate von 1:1.000.000, während Touch ID mit 1:50.000 angegeben wird. Gleichzeitig betont Apple, dass dieser Wert bei Zwillingen niedriger sein kann.

Kategorie: iPhone

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1 Kommentare

  • Gast

    Die Frage ist doch warum man nicht die aktuellen
    Flagschiffe genommen hat.
    Was ist mit einem Huawei Mate20Pro
    dem Honor , Xiaomi , LG usw.
    Da Apple im iPhone xs / max und dem XR
    nochmals die Technik deutlich verbessert
    und bei älteren Modellen Softwareseitig
    die gute / sehr gute Arbeit noch verbessert
    hat dürften die Topmodelle nicht all zu gut
    aussehen.
    Aber da unsere Tester so neutral sind und
    äusterst Geldabhängig ….

    18. Dez 2018 | 11:19 Uhr | Kommentieren

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