„Project Iris“: Google AR-Headset könnte 2024 auf den Markt kommen

| 22:33 Uhr | 0 Kommentare

Marktdaten deuten darauf hin, dass sich der Markt für AR- und VR-Geräte in den nächsten drei Jahren verzehnfachen und im Jahr 2024 einen Wert von 300 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Das wollen sich die großen Tech-Unternehmen nicht entgehen lassen. Meta ist vermutlich das lauteste Unternehmen, wenn es um AR- und VR-Hardware geht. Stichwort: Metaverse. Microsoft hat HoloLens und Apple dürfte an dem fortschrittlichsten Mixed-Reality-Headset arbeiten. Wie The Verge berichtet, hat man mittlerweile auch bei Google den Trend erkannt und gibt Vollgas in Richtung erweiterte Realität. Googles AR-Headset erscheint spät zur Party, aber seine technischen Vorteile und Funktionen könnten es dem Suchunternehmen ermöglichen, in Sachen AR-Hardware gegen Meta und Apple anzutreten.

Project Iris

Unter Berufung auf Quellen, die mit dem Projekt vertraut sind, berichtet The Verge, dass Google an einem Headset arbeitet, das eingehende Videos von nach außen gerichteten Kameras mit verschiedenen Grafiken anreichern wird. Dabei handelt es sich nicht um eine Brille wie Google Glass, sondern um ein Headset, das in Prototyp-Form an eine Skibrille erinnert. Das Gerät verfügt bereits über einen internen Akku und muss nicht an eine Stromquelle angeschlossen werden. Googles AR-Projekt trägt den Namen „Project Iris“.

In der AR-Brille arbeitet ein nicht näher spezifizierter „benutzerdefinierter Google-Prozessor“. Da Googles Hardware-Chef im August sagte, dass Tensor die „perfekte Grundlage für große Verbesserungen in AR“ sei, liegt es nahe, dass der neue Chip auf Tensor basiert. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Google plant, “einige Grafiken“ in der Cloud in seinen Rechenzentren zu rendern und sie aufgrund von „Energiebeschränkungen“ in das Headset zu streamen. Apple will hingegen angeblich auf eine lokale starke Rechenleistung setzen. Es wird interessant sein zu sehen, wie Google die Verzögerung beim Streaming gering halten will.

Laut The Verge hofft Google auf eine Auslieferung des Geräts im Jahr 2024, obwohl die Arbeiten erst vor kurzem begonnen haben. Es gibt keine „klar definierte Markteinführungsstrategie“ und es ist nicht bekannt, ob das Gerät unter der Marke Pixel erscheinen wird, obwohl das „Pixel-Team in einige der Hardware-Komponenten involviert ist.“

Google hält sich sehr bedeckt, was „Project Iris“ angeht. In dem heutigen Bericht heißt es, dass die Arbeit in der Bay Area in einem separaten Gebäude stattfindet, das „speziellen Zugang mit Schlüsselkarte und Vertraulichkeitsvereinbarungen erfordert“. Derzeit arbeiten 300 Mitarbeiter an dem Projekt, aber es sollen noch Hunderte weitere eingestellt werden.

Derweil wird sich Apple womöglich bald auf eine Präsentation seines ersten Mixed-Reality-Headsets vorbereiten. Das Headset wird laut den aktuellen Gerüchten hochauflösende 8K-Panels, zwei Hauptprozessoren, Wi-Fi 6E-Konnektivität, Eye-Tracking, Objekt-Tracking und Handgestensteuerung bieten. Laut Bloombergs Mark Gurman wird Apples erstes Headset kein Mac-, iPhone- oder iPad-Ersatz sein. Stattdessen soll es sich auf drei Hauptbereiche konzentrieren: Spiele, Medienkonsum und Kommunikation.

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